Keine Preiserhöhung?: Discounter Lidl verspottet Griechen mit Werbeclip

Das hatte sich Discounter Lidl vermutlich anders vorgestellt. In einem Werbespot verspricht das Unternehmen seinen griechischen Kunden, dass die Preise trotz höherer Mehrwertsteuer gleich bleiben. Doch die Sache hat einen Haken.

Lidl - veralbert der Discounter seine griechischen Kunden? Bild: Jens Kalaene/dpa

Die griechische Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras hat mit der Umsetzung erster harter Spar- und Reformmaßnahmen begonnen. Diese sind Voraussetzung für weitere Gespräche mit den Gläubigern, die zu einem neuen Hilfsprogramm führen könnten.

In einer ersten Runde wurden vom Parlament in Athen eine umfangreiche Erhöhung der Mehrwertsteuern gebilligt. Als Folge werden seit Montag die meisten Lebensmittel mit 23 Prozent statt bislang mit 13 Prozent besteuert. Zudem stieg die Mehrwertsteuer im Bereich Gastronomie von 13 auf 23 Prozent. Im Oktober soll auch die Mehrwertsteuer in der Hotellerie von heute 6,5 auf 13 Prozent steigen.

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Discounter Lidl verspottet Griechen mit Werbespott

Die Mehrwertsteuer-Erhöhung wollte sich Discounter Lidl zunutze machen, um seine Kunden mit dem Versprechen zu binden, dass die Preise dennoch gleich bleiben würden. In einem Lidl-Werbespot ist deshalb zu hören: "Wir wollen nicht, dass sich irgendetwas ändert in ihrem Einkaufskorb, auf ihrem Einkaufszettel oder an ihren täglichen Gewohnheiten. Deswegen übernehmen wir die Mehrwertsteuer-Erhöhung bei den Waren, bei denen sie von 13 auf 23 Prozent gestiegen ist."

VIDEO: Discounter verspottet griechische Kunden
Video: youtube.com/user/lidlhellas

Allerdings: Dieser Einfall hat wohl einen kleinen aber entscheidenden Haken. Denn offenbar kursieren laut "Focus Online" im Netz zahlreiche Kassenbelege, die beweisen sollen, dass Lidl seine Preis bereits VOR der Mehrwertsteuererhöhung angehoben haben soll. Dem Bericht zufolge widersprach das Unternehmen den Vorwürfen und erklärte, nur zwei Produkte seien zu diesem Zeitpunkt teurer geworden.

Mobilcom-Debitel veralbert Pleite-Griechen mit Costa Fastgarnix

Bereits seit geraumer Zeit veralbert der Mobilfunk-Anbieter Mobilcom-Debitel die Griechen. Mit antiken Säulen, Sirtaki-Melodien und dem griechischen Dauergrinser Costa Fastgarnix, der aufgrund der günstigen Angebote des Mobilfunkanbieters zum Shoppen aufruft, zog das Unternehmen vor allem bissige Kommentare auf sich.

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rut/bua/news.de/dpa

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