Bahnstreik aktuell 2015: DB-Tarifstreit geht weiter - vorerst kein neuer Bahnstreik

Der Tarifstreit zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführer-Gewerkschaft GDL geht weiter. Doch einen neuen Bahnstreik wird es aktuell vorerst nicht geben. Bei der Tarifverhandlung am Donnerstag einigten sich DB und GDL auf: weitere Verhandlungen.

Die Lokführergewerkschaft GDL sieht im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn Grundlagen für die nächste Verhandlung am 13. März. Nach monatelangen Auseinandersetzungen über die Zuständigkeit für Berufsgruppen hätten sie erstmals am Donnerstag, 26.02.2015, über Inhalte gesprochen.

Bahnstreik aktuell 2015: GDL verhandelt mit Deutscher Bahn - keine Streik-Androhung

"Nach dem langen Konflikt war klar, dass wir am heutigen Tag nicht gleich alle inhaltlichen Probleme lösen werden", teilte GDL-Chef Claus Weselsky am späten Donnerstagabend mit. "Doch wenigstens die Grundlagen für die nächste Tarifverhandlung sind geschaffen." Bis dahin würden die Themenblöcke in Sondierungen vorbereitet. Einen neuen Streik kündigte die Gewerkschaft nicht an.

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GDL-Chef Claus Weselsky drohte vorerst mit keinem weiteren Bahnstreik. Bild: Maurizio Gambarini/dpa

DB-Tarifstreit 2015: GDL lässt von weiterem Lokführer-Streik bei der Bahn ab

"Ich setze darauf, dass wir in konstruktiver Atmosphäre am Verhandlungstisch dann auch absehbar zu Ergebnissen kommen", sagte Bahn-Personalchef und Verhandlungsführer Ulrich Weber mit Blick auf den nächsten Verhandlungstermin. "Und ich habe den Eindruck, dass unsere Kunden im Moment beruhigt Zug fahren können."

Bis Montag hatte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) mit einem neuerlichen Streik gedroht. Dies wurde in weiteren Gesprächen abgewendet. Beide Seiten einigten sich inzwischen auf Eckpunkte einer neuen Tarifstruktur.

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GDL-Chef Claus Weselsky sieht Grundlagen für nächste DB-Tarifverhandlung

Nach dem langen Konflikt sei klar gewesen, dass sie nicht an einem Tag alle inhaltlichen Probleme lösen würden, teilte GDL-Chef Claus Weselsky am späten Abend mit. "Doch wenigstens die Grundlagen für die nächste Tarifverhandlung sind geschaffen." Bis dahin würden die Themenblöcke in Sondierungen vorbereitet. Nach monatelangen Auseinandersetzungen über die Zuständigkeit für Berufsgruppen hätten sie erstmals über Inhalte gesprochen.

Arbeitsniederlegungen der GDL im aktuellen Tarifstreit
Bahnstreik 2014
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Forderungen der GDL an die Deutsche Bahn: weniger Arbeitszeit, mehr Geld

Die GDLverlangt für das Zugpersonalfünf Prozent mehr Geld, eine Stunde weniger Arbeitszeit und eine Begrenzung der Überstunden. Der bundeseigene Konzern machte amDonnerstag kein neues Tarifangebot. Die Bahn hatte zuletzt im Oktober ein Angebot vorgelegt. Es enthielt eine dreistufige Einkommenserhöhung um insgesamt fünf Prozent bei 30 Monaten Vertragslaufzeit sowie die Einstellung von 200 zusätzlichen Lokführern.

Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber sagte nach dem Treffen vom Donnerstag: "Wir sind eingestiegen in die Diskussion der materiellen, inhaltlichen Forderungen der GDL." Die nächste Verhandlungsrunde Mitte März solle durch Expertengespräche vorbereitet werden.

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Tarifstreit mit EVG und GDL geht weiter: Wer verhandelt für welche Lokführer?

Dabei gehe es etwa darum, wie zusätzliche Berufsgruppen ins GDL-Tarifgefüge eingebunden werden. Gemeint sind Zubegleiter, Bordgastronomen, Lokrangierführer und Disponenten/Planer, für die es künftig auch GDL-Tarifverträge geben soll. Bisher wurden diese Gruppen in der Tarifpolitik allein von der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) vertreten. Die GDL schloss Verträge nur für die rund 18.000 Lokführer ab.

Bahn-Chef Rüdiger Grube sieht Streik-Gefahr durch die GDL noch nicht gebannt

Bahn-Vorstandschef Rüdiger Grube hatte sich zuvor skeptisch geäußert.Er sah die Streikgefahr noch nicht gebannt. "Wir sind noch nicht am Ziel", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Bei den Tarifen müsse die Wirtschaftlichkeit gewahrt bleiben: "Wenn die GDL Forderungen von insgesamt über zwölf Prozent stellt, ist das völlig unrealistisch", warnte Grube. Die Bahn verhandelt parallel mit der EVG und will dabei gleiche Ergebnisse erzielen.

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Die GDL kritisierte Grube für seine Äußerungen. Er sei bisher in dem Tarifstreit nur in Erscheinung getreten, um den Konflikt weiter anzuheizen, teilte die Lokführergewerkschaft mit. "Wir werden die Verhandlungen nur dann erfolgreich fortsetzen können, wenn der DB-Vorstand die Tarifverhandlungen nicht ständig mit Störfeuern belastet."

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zij/news.de/dpa

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