Streik im Februar 2015: Warnstreiks legen drei Flughäfen lahm

Tausende Passagiere sind betroffen. Verdi ruft am Montag, 09.02.2015, das Sicherheitspersonal an den Flughäfen in Stuttgart, Hamburg und Hannover zu einem Warnstreik auf. Alle Infos zu den Tarifverhandlungen, Verspätungen und Flugausfällen hier.

Die Tarifverhandlungen in der Sicherheitsbranche sind festgefahren. Am Montag, 09.02.2015, müssen sich zehntausende Passagiere an drei deutschen Flughäfen auf erhebliche Verzögerungen einstellen. Verdi hat das Sicherheitspersonal zum Warnstreik aufgerufen.

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Streik 2015 an Flughäfen: Verspätungen und Ausfälle in Stuttgart, Hamburg und Hannover

An den drei deutschen Flughäfen in Stuttgart, Hamburg und Hannover hat die Gewerkschaft Verdi das Sicherheitspersonal zu einem ganztägigen Streik aufgerufen. Grund: Die Gewerkschaft will den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. "Die Arbeitgeber haben es in der Hand, diesen Tarifkonflikt zu beenden. Wir sind verhandlungsbereit und in NRW gibt es bereits seit dem späten Donnerstagabend ein Tarifergebnis", sagte Verdi-Vorstandsmitglied Petra Gerstenkorn laut Mitteilung.

Verdi ruft zu Warnstreiks an deutschen Flughäfen auf. Bild: Holger Hollemann/dpa

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Tarifverhandlungen 2015: Verdi ruft zu Warnstreik auf

Aus der Sicherheitswirtschaft hagelt es angesichts des angekündigten Streiks scharfe Kritik. In Hamburg würden die Verhandlungen am Mittwoch (11.2.) fortgesetzt und auch in Hannover hätten die Arbeitgeber einen ersten Verhandlungstermin angeboten, sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes BDSW, Harald Olschok, am Sonntag laut Mitteilung. Er sprach von «ungerechtfertigten Warnstreiks» und forderte ein verbindliches Schlichtungsverfahren, bevor Streiks an Flughäfen zulässig seien.

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Tarifverhandlungen aktuell: Verdi fordert für Sicherheitsbranche mehr Lohn

Wie Verdi mitteilte, betreffen die Tarifverhandlungen das komplette Wach- und Sicherheitspersonal, also auch Beschäftigte im Objektschutz jenseits der Flughäfen. «Die weit überwiegende Mehrzahl der Beschäftigen verdient dabei 8,50 Euro oder um die 9 Euro», sagte Gerstenkorn. Je nach Bundesland und Beschäftigtengruppe bewegen sich die Tarifforderungen zwischen 0,70 Euro und 2,50 Euro mehr Lohn pro Stunde.

Am Donnerstag hatten sich der BDSW und Verdi in Nordrhein-Westfalen bereits auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Bis Ende 2016 soll es in zwei Stufen - je nach Berufsgruppe - zu Erhöhungen zwischen 3,5 und 12 Prozent kommen. Die dortige Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Becker nannte den Abschluss «eine brauchbare Grundlage für die Verhandlungen in den anderen Tarifbezirken».

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bua/news.de/dpa

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