Bahnstreik 2015 aktuell: Fahrgäste in Panik! Folgen auf die Gespräche die Warnstreiks?

Bei der Deutschen Bahn lässt eine Einigung mit Tarifkonflikt mit EVG und GDL auf sich warten. Die Gespräche am Montag, 2. Februar 2015, endeten ohne Ergebnis. Warnstreiks sind jedoch vorerst vom Tisch. Infos zu Streik-Gefahr und Reise-Alternativen gibt es hier.

Schwierige Bahn-Tarifrunde für Lokführer wird fortgesetzt. Bild: Jan Woitas/dpa

Im monatelangen Tarifstreit bei der Deutschen Bahn ist ein Ende noch immer nicht in Sicht. Arbeitgeber DB und Lokführergewerkschaft GDL vertagten ihre Gespräche am Montag, 2. Februar 2015, in Berlin abermals ohne Ergebnis. Beide Seiten bekannten aber den Willen zu einer Einigung.

Bei dem Treffen in Berlin ging es um komplizierte Fragen zur künftigen Struktur der Tarifverträge in dem Unternehmen. Die GDL will unter anderem auch für Zugbegleiter, Gastronomen, Zugplaner, Lokrangierführer und Trainer Ergebnisse erzielen. Ziel der Bahn ist es, dass diese nicht dem Abschluss mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) widersprechen, mit der die Verhandlungen ebenfalls noch nicht beendet sind.

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Arbeitsniederlegungen der GDL im aktuellen Tarifstreit
Bahnstreik 2014
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Bahnstreik aktuell: GDL Verhandlungen am 2. Februar 2015

«Es gibt keinen Stress und wir reden weiter», sagte Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber nach den Gesprächen in Berlin. Darin habe die Bahn einen Flächentarifvertrag für Lokführer, Zugbegleiter, Bordgastronomen, Lokrangierführer und Disponenten vorgelegt.

Aus Sicht der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) ermöglicht der Entwurf aber Lohndumping in der Branche. GDL-Chef Claus Weselsky sagte, der Vorschlag sei zu detailliert zu sehr auf die Deutsche Bahn zugeschnitten. Viel mehr als Entgelt, Wochenarbeitszeit und Zulagen wollen man im Flächentarif nicht festlegen.

Bahnstreik 2015 aktuell: Verhandlungen mit GDL und EVG

Die GDL will bis Montag nächster Woche einen eigenen Vorschlag machen. Zwei Tage später wollen sich beide Seiten dann wieder an einen Tisch setzen. Ein weitere Verhandlungstermin ist für den 26. Februar festgelegt.

Die GDL will eine um eine Stunde verkürzte Wochenarbeitszeit durchsetzen. Sie fordert außerdem fünf Prozent mehr Geld. Erschwert werden die Verhandlungen dadurch, dass die GDL dabei in Berufsgruppen jenseits der Lokführer mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft konkurriert. Erst am Freitag hatte die EVG einen Warnstreik-Drohung auf Eis gelegt. Zuvor hatte die GDL sechs Mal gestreikt.

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Warnstreiks ab 2. Februar 2015? Bahnkunden müssen sich nicht sorgen

Bahnkunden müssen vorerst aber keinen Warnstreik befürchten. In dem zähen Tarifkonflikt stehen die Zeichen seit Freitag wieder auf weiteren Verhandlungen. Die Bahn kam der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) entgegen - kurz vor Ablauf eines Ultimatums. Andernfalls wären ab Montag, 2. Februar 2015, Warnstreiks möglich gewesen.

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Bahnstreik 2015: Tarifverhandlungen zwischen DB und EVG gehen voran

Beide Seiten zeigten sich zu neuen Verhandlungen bereit. "Wir sind noch lange nicht fertig, aber heute ein gutes Stück vorangekommen", sagte Kirchner am vergangenen Freitag. Die EVG verlangt für die Beschäftigten sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro pro Monat.

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zurück Weiter Einst eine Bahntochter gewesen, ist die Deutsche Touring heute zu einem Hauptkonkurrenten der Bahn geworden. (Foto) Foto: Deutsche Touring Kamera

Reise-Alternativen bei erneutem Bahn-Streik: Notfallplan, Fernbusse und Carsharing

Sollte es zu einem Bahn-Streik kommen, stehen Reisenden zahlreiche Alternativen zur Verfügung. Neben einem Ersatzfahrplan der Deutschen Bahn, der im Streikfall greift, können Fahrgäste auf private Bahnunternehmen, Carsharing, Mietwagen und Mitfahrgelegenheiten umsteigen. Als besonders beliebt erwiesen sich bei vergangenen Bahn-Streiks Fernbusse, die neue Verkaufsrekorde erzielten. Bahn-Tickets können kostenlos zurückerstattet werden.

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fro/zij/news.de/dpa

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