Arbeitsschutz beim Pornodreh: Latex-Alarm im Schmuddelfilm

Im Mekka der Pornoindustrie Kalifornien gibt es zukünftig nur noch Filme mit Kondom. Die Behörden verabschiedeten das Gesetz wegen dem Anstieg an Geschlechtskrankheiten wie HIV. Doch bei den Porno-Unternehmen regt sich Widerstand.

Schock für alle Pornoproduzenten! Kalifornien gilt als das Mekka in der Pornoindustrie. Doch die gibt es bald wohl nur noch mit Gummi. Im US-amerikanische Sonnenstaat muss nun vor der Kamera verhütet werden und das sogar auf staatliche Anordnung hin.

Pornoindustrie: Kondompflicht in Kalifornien

Wie die Bild-Zeitung berichtete, verabschiedete die kalifornische Regierung am Dienstag ein Gesetz, welches Erwachsenen-Filme ohne Latex-Verhütung verbietet. Alle männlichen Darsteller dürfen also nur noch mit Lümmeltüte ran. Damit folgt der US-Staat dem Vorbild des Los Angeles County. Dort besteht seit 2012 Kondom-Pflicht.

Grund für das schlüpfrige Gesetz ist die extrem ansteigende Infektion an Geschlechtskrankheiten unter den Darstellern. Einige Produktionen mussten bereits wegen HIV ausgesetzt werden. Die Abgeordnete Isadore Hall setzte sich für das Kondom-Gesetz ein. «Ob sie in der Landwirtschaft, der Lebensmittel-Industrie oder in anderen Branchen arbeiten – überall verdienen es die Angestellten, sichere Arbeitsbedingungen zu haben», sagte Hall.

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Kayden Kross:«Kondome sind für normalen Sex»

Doch den Pornoproduzenten gefällt das gar nicht. Bei mehrere Anhörungen drohte die Branche damit, den Bundesstaat zu verlassen, wenn die Schauspieler nur noch mit Lümmeltüte agieren dürften. Doch damit dürfe wohl kaum zu rechnen sein. In vielen Staaten ist die Porno-Produktion verboten. Nur in Florida ist es erlaubt. Einige Firmen wanderten bereits dort hin.

Anti-Aids-Stiftungen begrüßten das Gesetz. Doch auch unter den Porno-Darstellern gibt es Ablehnung. «Kondome sind für den Privatgebrauch da und für normalen Sex», argumentierte die Darstellerin Kayden Kross. Anders sieht es bei den HIV-infizierten Darstellern aus. Sie werfen den Konzernen reine Profitgier vor. Die Gesundheit der Darsteller sei ihnen überhaupt nicht wichtig.

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Sechs Milliarden Dollar für Pornos aus Kalifornien

Jährlich werden nur im San Fernando Valley in der Nähe von Los Angeles ungefähr sechs Milliarden Dollar mit Pornos eingenommen. Damit liegt der Anteil bei 90 Prozent am gesamten US-amerikanischen-Pornomarkt.

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bua/loc/news.de

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