Bildung: MINT-Studium meistern: Gut vorbereiten und am Ball bleiben

Aachen - Die Abbrecherquote in den MINT-Fächern ist hoch. Nach Ansicht von Experten liegt das auch an der Blauäugigkeit vieler Abiturienten: Manch einer schreibt sich ein, ohne zu wissen, was ihn erwartet. Wer folgende Ratschläge beachtet, ist gut gewappnet.

MINT-Studium meistern: Gut vorbereiten und am Ball bleiben Bild: Uli Deck/dpa

Wer nach dem Abitur ein MINT-Fach studieren will, sollte sich vorab genau über den Stundenplan informieren. Vielen sei nicht klar, was im ersten Semester in Mathe, Informatik, den Naturwissenschaften oder Technik auf sie zukommt, sagt Wolfgang Loggen. Er ist Leiter der Zentralen Studienberatung der RWTH Aachen. In der Folge sind einige zum Beispiel überrascht, wie hoch der Mathematikanteil im Ingenieurstudium ist - und brechen dann enttäuscht ab. Er rät, schon in der Schulzeit eine Vorlesung in dem Wunschfach zu besuchen und die Studienordnung zu lesen. Gut sei auch, Schüler-Universitäten in Anspruch zu nehmen, wenn sie angeboten werden.

Wie aus einer Studie des Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) hervorgeht, schafft es in den Ingenieurwissenschaften im Bachelor an den Universitäten mehr als jeder Dritte (34 Prozent) nicht bis zum Abschluss. In Mathe und den Naturwissenschaften sind es fast vier von zehn (39 Prozent).

Auf jeden Fall sollten Abiturienten vor ihrer Einschreibung Self-Assessments im Netz nutzen. Dort können sie ihr Fachwissen anhand einiger Fragen prüfen. Ein kostenloser Eignungstest steht etwa unter www.assess.rwth-aachen.de bereit. Er eignet sich zum Beispiel für die Fächer Bauingenieurwesen, Elektrotechnik oder Technische Informatik.

Sind Abiturienten dann für ein MINT-Fach eingeschrieben, nehmen sie das Studium am besten von Beginn an ernst. «Mancher fängt im Oktober an zu studieren, und schaut sich den Stoff aus der Mathevorlesung zum ersten Mal in den Weihnachtsferien an», erzählt Loggen. Das gehe meist schief. Viele schaffen es dann nicht, den Stoff aufzuholen.

Manche Hochschulen bieten zudem die Hilfe von Mentoren an. Diese kümmern sich um Erstsemester und helfen ihnen dabei, sich im Studium zurechtzufinden. Machen die Hochschulen diese Angebote, sollten Anfänger sie unbedingt annehmen, rät Loggen.

news.de/dpa

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