Dienstleistungen: David gegen Goliath: Sixt hocherfreut über Start in den USA

München – Deutschlands bekanntester Autovermieter Erich Sixt bleibt auch kurz vor seinem 70. Geburtstag angriffslustig. Große Pläne hat der Konzernchef vor allem in den USA, wo er sein Netz nach dem Start vor drei Jahren rasant ausbauen will.

Auch eine Reise mit dem Auto durch Deutschland hat seine Reize. Man ist unabhängig und nicht an Abfahrtszeiten von Bus oder Bahn gebunden. Bild: Andreas Gebert/dpa

Das Geschäft dort mache eine Menge Spaß, sagt Sixt. «Wir sind in Amerika der David, der gegen Goliath antritt.» Die Konkurrenz ist aber riesig. Der größte Automietmarkt der Welt wird nach einer Reihe von Übernahmen in jüngerer Zeit von drei großen Anbietern beherrscht: Enterprise (Alamo, National), Hertz (Dollar, Thrifty, Firefly) und Avis (Budget, Zipcar Carsharing).

Der Autovermieter aus Pullach bei München hatte im Jahr 2011 mit einer Station den Sprung in das Haifischbecken gewagt. Mit  inzwischen 30 Stationen ist Sixt dort immer noch winzig. Die Möglichkeiten sind aus Sicht des Chefs aber nahezu unbegrenzt: «Der Markt ist gut für 1000 Stationen.» Diese Zahl sei zwar nicht als Ziel zu verstehen, stellte der Firmenchef klar. Sixt werde aber jede Chance nutzen, um das Geschäft so schnell wie möglich auszubauen. «Wir treiben unsere Pläne in den USA voran.» Der Umsatz liege bereits jetzt im zweistelligen Millionenbereich.

Sixt wird im Juni 70 Jahre alt, hat aber noch keine Pläne für einen Rückzug geäußert. Er hatte das einst kleine Unternehmen seiner Eltern in den vergangenen Jahrzehnten zum größten Autovermieter in Deutschland ausgebaut und regelmäßig durch provokante Werbung für Wirbel gesorgt.

Das starke Wachstum in den USA trug auch zu einem guten Start ins Jahr bei. Bis Ende März legte der Konzernumsatz um vier Prozent auf fast 383 Millionen Euro zu, der Gewinn um gut ein Fünftel auf knapp 19 Millionen Euro. «Wir sind deshalb für den weiteren Jahresverlauf optimistisch», sagte Sixt. Im Gesamtjahr rechnet er mit stabilen oder leicht wachsenden Zahlen bei Umsatz und Gewinn. Mit einer konkreten Prognose hielt er sich erneut zurück. «Auch bei schönem Wetter drohen Gewitterwolken.» Als Risiko sieht Sixt unter anderem die Ukraine-Krise.

Auch in Zukunft sieht Sixt die größten Wachstumschancen im Ausland. Neben den USA entwickelten sich vor allem auch Frankreich und Spanien gut. Bis 2015 will Sixt mit seinem Konzern auch die Marktführerschaft in Europa übernehmen.

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news.de/dpa

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