Burger-King-Enthüller am Pranger: Günter Wallraff ließ sich von McDonald's bezahlen

Schonungslose Enthüllung bei Burger King, Vorträge bei McDonald's? Das kommt uns komisch vor, Günter Wallraff! Der Undercover-Journalist arbeitete 2010 mit dem Fast-Food-Riesen zusammen, kassierte insgesamt 8000 Euro für Vorträge. Wallraff stellt das als gute Tat hin.

Burger King böse, McDonald's gut? Kaum vorstellbar, dass Enthüllungsjournalist Günter Wallraff (71) wirklich auf der Seite von McDonald's die Konkurrenz zwischen den Fast-Food-Riesen manipuliert! Doch tatsächlich hat Wallraff 2010 zweimal mit McDonald's zusammengearbeitet.

«Mr. Undercover», wie Wallraff auch genannt wird, bestätigte den entsprechenden Bericht, der heute im «Spiegel» erschienen ist. Es geht um zwei McDonald's-Veranstaltungen: eine Diskussionsrunde mit Managern und Gewerkschaftern, für die Wallraff demnach 5000 Euro erhielt, und einen Vortrag über PR und investigativen Journalismus, der ihm 3000 Euro Honorar einbrachte.

FOTOS: Günter Wallraff Mr. Undercover
zurück Weiter Günter Wallraff (Foto) Foto: RTL/Stefan Gregorowius Kamera

Wallraff: McDonald's-Honorar für gekündigte Betriebsrätin eingesetzt

Mit seinen Ekel-Enthüllungen bei Burger King habe das gar nichts zu tun, erklärt Günter Wallraff, der auch McDonald's immer wieder kritisiert hatte. Er habe sich bei den Veranstaltungen nicht mit seiner Kritik an der Fast-Food-Unkultur zurückgehalten, sagte er der Nachrichtenagentur «dpa».

FOTOS: McDonalds Twitter-Feldzug gegen den Fastfood-Riesen
zurück Weiter McDonalds1 (Foto) Foto: Screenshot news.de/twitter.com Kamera

Die 8000 Euro Honorar habe er an seine Stiftung für Bedürftige weitergegeben: «Ich sehe nichts Verwerfliches darin, Honorare, die andere in der Regel für sich beanspruchen, an eine wegen ihrer Meinungsäußerung gekündigte Betriebsrätin weitergeleitet zu haben oder für gemeinnützige Stiftungszwecke zu verwenden», teilte der Autor der «dpa» mit.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

iwi/news.de/dpa

Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

4 Kommentare
  • hpklimbim

    13.05.2014 05:04

    Die Moral, die ich verkünde, muss nicht gleich der sein, die ich lebe. Was wurde nicht schon alles für Geld gemacht! Oder haben hier nur zwei erbitterte Konkurrenten auf dem hart umkämpften Markt für Saufraß eine perfide, gemeinsame Strategie entwickelt, um einen unliebsamen Kritiker los zu werden? Wer weiß?

    Kommentar melden
  • kelevra

    12.05.2014 22:32

    So sind diese Moralisten vom Schlage eines Wallraff, Reich-Ranicki und Konsorten nun mal, die suchen die Moral immer bei den anderen und fuchteln mit ihrem Zeigefinger immer vor den Nasen Aderer! Sie lassen sich das aber fürstlich bezahlen von den Gemaßregelten, so ist's nun mal die Sitte, so ist's nun mal der Brauch. Solange es Idioten gibt die jenen hofieren um nicht auch, oder wenigstens nicht allzuschlimm mit Dreck beworfen zu werden leben diese geifernden Salbader wie die Maden im Speck davon.

    Kommentar melden
  • hellboy

    12.05.2014 21:24

    Schmierenkomödianten!

    Kommentar melden
Kommentar schreiben

noch 600 Zeichen übrig

Empfehlungen für den news.de-Leser