Nachrichtenüberblick: dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

Bayer stärkt Gesundheitssparte mit Milliardenzukauf in den USA

Leverkusen (dpa) - Mit einer milliardenschweren Übernahme in den USA stärkt der Chemie- und Pharmakonzern Bayer seine Geschäfte in der Gesundheitssparte. Für 14,2 Milliarden Dollar (10,4 Mrd Euro) werde Bayer die Sparte rezeptfreie Arzneien vom US-Pharmaunternehmen Merck & Co. erwerben, kündigte der Leverkusener Konzern am Dienstag an. Beide Seiten unterzeichneten eine entsprechende Vereinbarung. Bayer-Chef Marijn Dekkers sprach von einem «Meilenstein auf unserem Weg zur angestrebten globalen Marktführerschaft» auf diesem Gebiet.

Siemens vor Neuordnung - Energievorstand muss wohl gehen

München/Berlin (dpa) - Tag der Entscheidung bei Siemens: Der Aufsichtsrat des Elektrokonzerns wollte am Dienstag über die Pläne von Konzernchef Joe Kaeser zum Umbau des Elektrokonzerns beraten. Dazu sollen laut Medienberichten die Auflösung der Sektoren-Struktur und eine Reduzierung der zurzeit 16 Divisionen des Konzerns gehören. Auch an der Konzernspitze wird es wohl Veränderungen geben: Siemens trennt sich nach Informationen der dpa und des «Handelsblatts» von Vorstand Michael Süß. Der Poker mit dem US-Rivalen General Electric geht unterdessen in eine weitere Runde. Frankreichs Regierung erwartet von den Amerikanern Nachbesserungen in deren Angebot.

40-Stunden-Woche für die meisten immer noch die Regel

Wiesbaden (dpa) - Eine Wochenarbeitszeit von 40 und mehr Stunden ist für die meisten Vollzeitbeschäftigten immer noch die Regel. Die Arbeitnehmer mit einem Vollzeitjob verbrachten nach eigener Einschätzung im vergangenen Jahr 40,6 Stunden pro Woche an ihrem Arbeitsplatz, im Jahr davor waren es 40,7 Stunden. Das geht aus jüngsten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervor. Bei den in Teilzeit beschäftigten Arbeitnehmern stieg deren Arbeitszeit von 18,3 auf 18,4 Stunden. Selbstständige kamen danach im vergangenen Jahr auf 50,2 Stunden, im Vorjahr waren es 50,4 Stunden.

Russische Gas-Macht: G7-Staaten basteln an Plan B

Rom (dpa) - Die G7-Staaten wollen wegen der Ukraine-Krise mit Flüssiggas-Importen, neuen Gasspeichern und mehr Pipelines die Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen verringern. Bei einem Sondertreffen in Rom vereinbarten die Energieminister der führenden sieben Industriestaaten (G7) am Dienstag einen 13-Punkte-Plan. Allerdings bestand Einigkeit, dass Änderungen nur mittelfristig erzielt werden können. «Es wird mit Blick auf die aktuelle Krise keine schnelle Lösung geben», sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) nach dem Treffen.

Zehn EU-Länder einigen sich auf Zeitplan für Finanzsteuer

Brüssel (dpa) - Mit einem Minimalkompromiss haben Deutschland und neun weitere EU-Staaten die Grundlage für eine gemeinsame Finanzsteuer gelegt. Die Abgabe soll von 2016 an erhoben werden, belastet werden zunächst Geschäfte mit Aktien und einigen Derivaten. Das sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Dienstag in Brüssel. «Das ist wieder ein Schritt vorwärts», resümierte Schäuble. «Wir müssen irgendwie anfangen.» Er räumte ein, dass der Weg der sogenannten verstärkten Zusammenarbeit einer Gruppe von EU-Staaten nicht der optimale Weg sei. Eine solche Kooperation ist in den EU-Verträgen vorgesehen, de facto aber selten.

OECD sieht leicht gedämpftes Wachstum - Euro-Zone bleibt Sorgenkind

Paris (dpa) - Nach Jahren der Krise sieht die OECD den überwiegenden Teil ihrer Mitgliedsländer wieder auf Wachstumskurs. Allerdings rechnet die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in ihrem jüngsten Ausblick vom Dienstag mit weniger Wachstum als bisher von den Ökonomen errechnet. Ein Grund ist die etwas schwächere Konjunktur im Wachstumsmotor China. Weltweit erwartet die Organisation dem in Paris präsentierten Wirtschaftsausblick zufolge ein Plus von 3,4 Prozent in diesem Jahr. Im November waren noch 3,6 Prozent für 2014 berechnet worden.

Untreue-Prozess: Middelhoff weist alle Vorwürfe zurück

Essen (dpa) - Der frühere Chef des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor, Thomas Middelhoff, wehrt sich heftig gegen die Beschuldigungen, den inzwischen pleitegegangenen Konzern um mehr als eine Million Euro geschädigt zu haben. Er weise den Vorwurf der Untreue «grundsätzlich und mit aller Entschiedenheit zurück, sagte der 60-jährige Topmanager am Dienstag vor dem Essener Landgericht. In einer mehr als zweistündigen Erklärung zu Beginn des Strafprozesses warf Middelhoff der Staatsanwaltschaft vor, ihre Ermittlungen gegen ihn seien uferlos und unverhältnismäßig gewesen. «Mir und meiner unternehmerischen Tätigkeit ist großer Schaden zugefügt worden», sagte er.

China treibt Profit bei BMW in die Höhe

München (dpa) - BMW hat den Grundstein für ein weiteres Rekordjahr gelegt. Trotz hoher Ausgaben für neue Modelle und Fabriken verdiente die Nobelmarke aus München in den ersten drei Monaten deutlich mehr Geld als im Startquartal 2013. Entgegen der Vorhersage von Experten kletterte der Gewinn zum Jahresstart nach Angaben vom Dienstag um mehr als 11 Prozent auf fast 1,5 Milliarden Euro. Ein Grund für den überraschenden Profitsprung sind wohl die glänzenden Geschäfte in China. Eigentlich hatten Fachleute damit gerechnet, dass BMW wie der Erzrivale Audi trotz Verkaufsrekorden beim Gewinn auf der Stelle treten würde.

Dax rutscht unter 9500 Punkte

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Dienstag deutliche Verluste verbucht und ist unter die Marke von 9500 Punkten gerutscht. Nach einem freundlichen Start bröckelten die Gewinne, bis der deutsche Leitindex am Nachmittag mit 0,80 Prozent bei 9454 Punkten im Minus stand. Von den zahlreich vorgelegten Quartalsberichten gingen zwar Impulse aus, doch richtungsweisend für den Markt waren sie nicht. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,21 Prozent am Vortag auf 1,24 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,16 Prozent auf 135,09 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3945 (Montag: 1,3874) Dollar fest.

news.de/dpa

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