Uli Hoeneß als Häftling Nach 24 Stunden Festung ab in den Bauernknast

Dass Uli Hoeneß keine drei Jahre im Knast bleiben wird, ist längst klar. Doch vermutlich wird er gerade einmal 24 Stunden in «seiner» Haftanstalt, der Festung Landsberg, einsitzen. Um das Gefängis vor dem Medienrummel um den Ex-Bayern-Chef zu schützen, darf Hoeneß wohl in den Gemüseanbau.

Uli Hoeneß bringt alles durcheinander im bayerischen Justizwesen. Ministerpräsident Horst Seehofer ist bereits stinksauer über die Journalisten-Führung durch die JVA Landsberg, in der der Bayern- und Wurst-Baron eigentlich ab Mitte April einsitzen soll. Seehofer ordnete im Parlament an, dass Hoeneß seine Strafe unter Ausschluss der Öffentlichkeit absitzen solle.

Insider-Angaben zufolge wird das vermutlich gar nicht in Landsberg selbst stattfinden. Denn die JVA hat eine Außenstelle in Rothenfeld, in der es wesentlich beschaulicher zugeht. Dort hätte Hoeneß seine Ruhe. Der «Münchner Merkur» zitiert einen ehemaligen Landtagsabgeordneten, der selbst im Polizeidienst arbeitete.

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Seiner Ansicht nach werde der Wurstfabrikant die Hauptanstalt schnell verlassen: «Innerhalb von 24 Stunden – denn ein normaler Vollzug dürfte in der Haupteinrichtung nicht zu realisieren sein.»

Rothenfeld 2 biete ein gänzlich anderes Knastpanorama als die Festung. Die Einrichtungen und Möglichkeiten entsprächen den Ansprüchen gehobener Gäste, zitiert der «Merkur». Die Zeitung beschreibt Rothenfeld als idyllischen Gutshof, ein herrschaftliches Gemäuer mit Kirchturm, früher Sommersitz der von Andechs, dann ein Hof für Pilz- und Pferdezucht.

Gemüseanbau für Wurstfabrikant Hoeneß

Seit 1939 werde die Anlage als Gefängnis genutzt - mit landwirtschaftlichem Flair. Es gibt Hühner, Wild, eine Kuhherde und Gemüseanbau. «Gerade die älteren Gefangenen hängen sich beim Gemüseanbau mit Herzblut rein», vertraute DienstleiterJohannes Ringmayr dem «Merkur» an.

Eine herrliche Aufgabe für Wurstfabrikant Hoeneß! Vielleicht wird er so im Knast wenigstens zum Vegetarier.

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iwi/news.de

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Leserkommentare (7) Jetzt Artikel kommentieren
  • andi
  • Kommentar 7
  • 02.05.2014 13:12

Mal ne Frage in die Runde: warum hacken alle auf einem Uli Hoeness herum, obwohl der geständig ist und seine Strafe akzeptiert, aber kein einzelner regt sich über eine Alice Schwarzer auf, die zeitgleich das selbe getan hat, wa auch öffentlich bekannt wurde??? Auch sie ist eine, die dauernd den mahnenden Zeigefinger gegen andere erhoben hatte - und nun????

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  • Whitepeacock
  • Kommentar 6
  • 05.04.2014 13:28

Sehr gut - Landleben schafft wieder einen Sinn fürs Wesentliche und ist gesund. Wenn dann gleichzeitig eine Strafe abgearbeitet wird, dann ist das Rundum-Paket perfekt. Und habt Euch mal nicht so wegen eines vermeintlichen Betruges an der Allgemeinheit - den begehen unsere Politiker in sehr weit höherem Maße, und dann noch straffrei. Hoeness kannte das Spielrisiko und hat jetzt die Gelegenheit wirklich und ohne Ablenkungen darüber zu reflektieren. Ich bin mir sicher, daß er sich auch hier anstrengen wird, genau so wie bei seinen vorherigen Aktivitäten. Ich wünsche ihm Glück und Erfolg dabei.

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  • putinfanatiker
  • Kommentar 5
  • 05.04.2014 07:12

Warum kommt er nicht gleich in einen 4 Sterne Hotel ? Ich versteh die Deutsche Justitz nicht muss ich auch NICHT MEHR verstehen ZUM GLUECK !!!!!

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