Barilla, Götze und Co.: Ausgestürmt! Was vom Shitstorm übrig bleibt

Der Shitstorm gehört zum Web 2.0 wie das Amen zur Kirche. Kein Thema bleibt in sozialen Netzwerken unkommentiert. Vor allem negative Schlagzeilen werden auf Twitter, Facebook und Co. nur allzu gern zerrissen. Doch was als großer Shitstorm beginnt, löst sich schnell wieder in Luft auf. News.de zeigt Beispiele.

Der Duden definiert einen «Shitstorm» als «Sturm der Entrüstung in einem Kommunikationsmedium des Internets, der zum Teil mit beleidigenden Äußerungen einhergeht». Doch schon seit Längerem führt so mancher Sturm der Entrüstung Marketing-Experten zu der Frage, ob es sich um einen gewollten Shitstorm handelt, der nur dem Zweck dient, dem jeweiligen Unternehmen oder der Person Publicity einzubringen oder ob tatsächlich ungewollt ein Empörungssturm entbrannte.

Von Twitter-Krieg bis Täschligate
Tratsch-Themen 2013
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Wenn der Sturm vom Winde verweht wird

Allein in den ersten zwei Monaten des Jahres 2014 berichtete news.de über insgesamt acht Shitstorms, die Facebook, Twitter und Co. überrollten. Wie viele es im vergangenen Jahr waren, wollen wir lieber gar nicht erst zählen. Doch wie viele davon sind in unseren Köpfen verankert geblieben, haben womöglich sogar ein Umdenken mit sich gebracht?

Erinnern Sie sich an diese Shitstorms?

Überlegen wir doch einmal: Können Sie sich noch an den Homophobie-Eklat um den italienischen Nudelhersteller Barilla erinnern? Der Konzernchef Guido Barilla sprach sich öffentlich dagegen aus, Werbung mit Homosexuellen zu schalten.

Er verteidigte vehement das klassische Familien-Konzept aus Mutter, Vater und Kind. Im Internet sorgten diese Aussagen selbstredend für einen Aufschrei. Doch sind die Umsätze des Unternehmens seitdem gesunken? Nein! Das Einzige, was erreicht wurde, war, dass das Unternehmen im Fokus der Öffentlichkeit stand.

FOTOS: Voll daneben Was Werbung früher alles durfte
zurück Weiter Früh übt sich ... Mit manchen Dingen des Erwachsenenlebens kann man gar nicht früh genug anfangen. (Foto) Foto: pickchur.com Kamera

«Verräter» Götze inzwischen wieder ein Star

Zweites Beispiel: Der Wechsel vom ehemaligen BVB-Kicker Mario Götze zum Erzfeind FC Bayern München. Die «Bild-Zeitung» titelte «Götze zu Bayern!» und die eingefleischten Fans des Star-Fußballers fielen reihenweise von den Stühlen und machten ihrem Ärger bei Facebook und Co. Luft. Ein kleines Übel, welches Mario Götze für eine Wechsel-Summe von 37 Millionen Euro sicher leicht über sich ergehen ließ. Seiner Beliebtheit hat es alles in allem nicht geschadet, denn mittlerweile hat er zahlreiche neue Fans, nur eben in einem anderen Trikot.

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