Facebook Zuckerberg lässt Nutzer blechen

Facebook will Geld verdienen. Und weil die Werbeumsätze nicht so sprießen, wie es Mark Zuckerberg gerne hätten, müssen eben die Nutzer löhnen. Für manche Anwendungen mag das Sinn machen, doch Facebooks neues «Promi-Porto» ist vor allem eines: Abzocke.

Mark Zuckerberg und Co.: Jung, innovativ und steinreich

Noch vor ein paar Jahren war Facebook das Maß aller Dinge im sozialen Web. Zwar steht es mit einer Milliarde Nutzern weltweit weiterhin an der Spitze aller gängigen Netzwerke, doch der Hype ist längst verblasst. Ständige Neuerungen und immer weniger Mitsprache verschrecken so mancher Nutzer und auch die Konkurrenz, allen voran Twitter und Google Plus, schläft nicht.

Dennoch: Während andere Dienste wie SchülerVZ ihre digitalen Türen für immer schließen, baut Facebook aus - und das nicht immer zum Vorteil seiner Nutzer. Denn spätestens seit der Milliardenkonzern an der Börse notiert ist, geht es vor allem um eines: Umsatz. Die Aktionäre wollen Wachstum sehen.

Facebook ist eine Kommunikationsfirma und längst nicht mehr nur ein soziales Netzwerk. Deshalb ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Formen der Interaktion, die es ermöglicht, kostenpflichtig werden. Gerade weil die Werbeumsätze insbesondere auf dem mobilen Markt noch immer hinter den Erwartungen zurückbleiben.

Bezahldienste werden kommen

Mark Zuckerbergs neuester Coup, sich Nachrichten an Prominente und Nicht-Freunde bezahlen zu lassen, ist nur die Speerspitze dieser Entwicklung. In den USA läuft ein entsprechender Test bereits seit Dezember 2012 und wurde nun auf 36 weitere Länder ausgeweitet. Dabei gilt: Je prominenter der Adressat, also je höher die Zahl der Fans, desto teuer die Kontaktaufnahme.

Unter dem Deckmantel, damit Spam verhindern zu wollen, erschließt sich Facebook so eine neue Einnahmequelle. Und weitere werden folgen: kostenpflichtige Apps und Messenger, Bezahlnachrichten an Facebook-Freunde und solche, die es werden sollen, Telefonate inner- und außerhalb des Netzwerkes für ein paar Cent.

Während der Mehrwert solcher Dienste viele Nutzer zum Bezahlen bewegen dürfte, kann die Reaktion auf das «Promi-Porto» nur eine sein: Verärgerung. Bisher war das Senden von Facebook-Nachrichten an Personen des öffentlichen Lebens eine ziemlich sinnfreie Angelegenheit. Kaum einer der Promis dürfte davon Notiz genommen haben. Das wird sich auch mit einer Gebühr nicht ändern.

Die bis zu 15 Dollar (12 Euro) kann man sich also getrost sparen!

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zij/news.de

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Leserkommentare (5) Jetzt Artikel kommentieren
  • Pumpernickl
  • Kommentar 5
  • 14.04.2013 09:13

...übrigens; Im Gegensatz zu FACEBOOK habe ich die Idee ein ganz anderes nämlich mit dem Namen "ASS-BOOK" zu gründen!!!!!!!!!!! Jedoch mir fehlen zum Start die "Sponsoren"! Der Name allein ist schon ein Super-GAG !!!

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  • Doc Orgas
  • Kommentar 4
  • 14.04.2013 09:00

....auf diese Meldung hab' ich gewartet und nun "RAUS NICHTS WIE RAUS" als sich von einem "in den 20ern" BLUTSAUGER auspressen zu lassen wie ne Zitrone!!! Haben diese Finanz-Blutsauger in den USA immer noch nicht kapiert, dass die weltweite Rezession in Hungersnöte endet ? Die Masse kennt (erkennt) dass durch Elemente wie ZUCKERBERG sich immer mehr SALSBERGE (NOT) türmen!!??

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  • homosapiens.erectus
  • Kommentar 3
  • 12.04.2013 19:05

Ich hatte mein Leben v o r Facebook im Griff und kann spaetestens bei Abzocke ebenso sehr gut ohne FB leben, Dann wird der "account" halt eben geschlossen...sei´s drum!

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