Morgan Stanley Millionenstrafe nach Facebook-Zockerei

Mark Zuckerberg und Co.
Jung, innovativ und steinreich

Beim Facebook-Börsengang ging so einiges schief. Dafür muss jetzt die Investmentbank Morgan Stanley tief in die Tasche greifen. Weil sie Analysten falsche Gewinnaussichten vorgaukelte, steht eine Millionenstrafe ins Haus.

Die Missachtung von gesetzlichen Regeln beim verpatzten Facebook-Börsengang kostet die Investmentbank Morgan Stanley fünf Millionen Dollar Strafe. Die Zahlung ist Teil einer Einigung mit Regulierern des US-Staates Massachusetts. Morgan Stanley habe gegen die Regelung verstoßen, dass Investmentbanker keine Analysten beeinflussen sollen.

Die Analysten seien vor dem Börsengang mit Angaben über die Wachstumsaussichten von Facebook beeinflusst worden, die ein ranghoher Morgan-Stanley-Mitarbeiter in einem Papier aufgeschrieben habe, lautete der Vorwurf der Regulierer. Dies ist wegen des Interessenskonfliktes nach den geltenden Börsengesetzen verboten. Es ist die erste Strafe im Zusammenhang mit dem Börsengang, bei dem Anlegern bisher Milliarden verloren gegangen sind.

Facebook und frühe Facebook-Investoren hatten bei der Aktienplatzierung Mitte Mai mit Hilfe der Investmentbank Morgan Stanley rund 16 Milliarden Dollar eingenommen. Der Kurs sackte jedoch schnell ab und die Aktie kostete zeitweise nur noch die Hälfte des Ausgabepreises von 38 Dollar. Schnell wurden Vorwürfe laut, der Preis sei zu hoch angesetzt gewesen.

Für zusätzlichen Zündstoff sorgten Zweifel an den geschäftlichen Aussichten des weltgrößten Online-Netzwerks, nachdem Facebook erst kurz vor dem Börsengang eine Schwäche bei Werbung auf Smartphones und Tablets einräumte. Mehrere Anleger-Klagen stehen an.

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zij/news.de/dpa

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