Stuttgart 21 Tiefbahnhof wird 1,1 Milliarden Euro teurer

Das Eingeständnis der Deutschen Bahn ist Wasser auf die Mühlen der Bahnhofsgegner: Der neue Tiefbahnhof für Baden-Württembergs Landeshauptstadt sprengt den Kostenplan. Das hat die Deutsche Bahn eingeräumt. Kritiker glauben, dass das noch längst nicht alles war.

BER, Stuttgart 21 & Co.: Deutschlands Pannenprojekte
zurück Weiter Für die Eröffnungsparty des neuen Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg, kurz BER, am 3. Juni 2012 war schon alles vorbereitet. Nur vier Wochen vor dem Termin ruderten die Verantwortlichen zurück. (Foto) Zur Fotostrecke Foto: dpa/Patrick Pleul/Archiv

Derzeit veranschlagt die Deutsche Bahn für das umstrittene Bahnhofsprojekt «Stuttgart 21» auf Mehrkosten von rund 1,1 Milliarden Euro. Das sagte Bahn-Infrastrukturvorstand Volker Kefer nach einer Aufsichtsratssitzung in Berlin. Hinzu kämen Risiken von mehreren hundert Millionen Euro durch externe Faktoren.

Dem Aufsichtsrat sei vorgeschlagen worden, die direkten Mehrkosten zu übernehmen. Einen Ausstieg aus dem Bau des unterirdischen Bahnhofs schloss Kefer als nicht vertragskonform aus.

Bisher war eine Obergrenze von maximal 4,5 Milliarden Euro angepeilt worden. Kritiker des Neubaus gehen inzwischen von Gesamtkosten zwischen sechs und zehn Milliarden Euro aus.

Der Bund und das Land Baden-Württemberg hatten bereits klargemacht, dass sie sich nicht an Mehrkosten beteiligen werden. Bahnchef Rüdiger Grube will trotzdem an dem neuen Bahnknoten festhalten. «Wir stehen zu ‹Stuttgart 21›, wir werden diesen Bahnhof bauen», sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am Dienstag. Als einen Grund für die Kostensteigerung nannte Grube die Verzögerungen durch Proteste und Schlichtung in Stuttgart.

ham/news.de/dapd/dpa

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Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • Pazifiko
  • Kommentar 2
  • 16.12.2012 11:05

In einer Schmarotzerrepublik investiert ein Arbeitnehmer viel Geld in ein Auto aus heimischer Produktion um damit zur Arbeit zu fahren zwecks Einkommen für seine Familie und sich sowie nebenbei auch den Staat (Steuerabgaben), und um nach einem Unfall mit Totalschaden auf dem Arbeitsweg keine Steuererleichterung zur Abmilderung noch bestehender Restfinanzierung zu bekommen, während Bezieher von staatlichen Fürsorgemitteln Prämien im Rahmen eines Konsumpaketes zur Förderung der nationalen Wirtschaft erhalten, mit der sie sich letztlich doch nur billige Vehikel aus Niedriglohnländern finanzieren!

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  • hpklimbim
  • Kommentar 1
  • 12.12.2012 22:24

BRD = Bananenrepublik Deutschland. Bis jeder involvierte Amtsdiener sein Schmiergeld hat, werden uns noch einige Kostensteigerungen ins Haus stehen.

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