Messenger-Update Jetzt greift Facebook WhatsApp an

Ein Messenger für alle: Facebook wertet sein Mobilangebot auf und gibt den firmeneigenen Messenger auch für Smartphone-Nutzer ohne Facebook-Konto frei. Die Gerüchte über eine Übernahme des Konkurrenten WhatsApp dürften damit vorerst vom Tisch sein.

Mark Zuckerberg und Co.: Jung, innovativ und steinreich

Von wegen Aufkauf! Als ob Facebook den Gerüchten um eine Übernahme der Messenger-App WhatsApp trotzen wollen würde, hat das Online-Netzwerk seinen eigenen Messenger-Dienst nun ausgebaut. Ihn können nicht mehr nur Facebook-Mitglieder, sondern auch solche ohne Account nutzen. Wie bei WhatsApp müssen dafür lediglich Telefonnummer und Name angegeben werden. Ein Kauf des Konkurrenten wird damit mehr als unwahrscheinlich.

Anfang der Woche hatte der Blog Techcrunch das Gerücht gestreut, Facebook könnte vor einer Übernahme von WhatsApp stehen, um sein Mobilgeschäft aufzuwerten. Der Messenger zählt zu den beliebtesten Apps überhaupt: Täglich werden bis zu zehn Milliarden Nachrichten via WhatsApp versandt - als Frei-SMS sozusagen, lediglich das Herunterladen der Software kostet eine einmalige Gebühr.

Zuletzt war WhatsApp vor allem wegen diverser Sicherheitslücken in die Schlagzeilen geraten. Der Beliebtheit des Dienstes hatte das nicht geschadet. Noch kann Facebook da nicht mithalten. Wie der Messenger von Nutzern ohne Mitgliedskonto angenommen wird, bleibt abzuwarten. Sollte sich die App - zunächst nur für Android-Handys verfügbar - durchsetzen, dürfte Mark Zuckerberg seinem Ziel, Menschen auch außerhalb des eigenen Netzwerkes zu verbinden, einen Schritt näher kommen.

Eine Reihe neuer wertvoller Daten gäbe es gratis obendrauf. Die sammelt Facebook ja schon jetzt fleißig aus den Adressbüchern seiner mobilen Nutzer. Fragt sich nur, warum jene, die Facebook vielleicht sogar wegen seiner Datenschutzlücken bisher mieden, gerade jetzt einen Messenger des Unternehmens verwenden sollten.

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zij/news.de

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