Europa in der Krise EU ächzt unter Rezession und Zuwanderung

Schuldenkrise
Der Euro in Not
Zwar haben Bundestag und Bundesrat am 29. Juni 2012 den ESM zur Euro-Rettung gebilligt, doch reichten die Linke, der CSU-Abgeordnete Gauweiler und eine Bürgerinitiative Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht ein. (Foto) Zur Fotostrecke

Die Schuldenkrise bremst die Konjunktur so stark, dass die Eurozone in die Rezession gerutscht ist. Im Süden Europas ist die Wirtschaftsleistung besonders stark abgestürzt. Von dort wandern immer mehr Bürger in die Bundesrepublik ab.

Erstmals seit drei Jahren ist die Eurozone wieder in die Rezession geschlittert. Im dritten Quartal schrumpfte die Wirtschaftsleistung in den 17 Euroländern im Vergleich zu den drei Vormonaten um 0,1 Prozent, berichtete die Europäische Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag in Luxemburg.

Schon im zweiten Quartal des laufenden Jahres hatte es einen Rückgang um 0,2 Prozent gegeben. Volkswirte sprechen von einer Rezession, wenn das Wirtschaftswachstum in mindestens zwei Vierteljahren in Folge negativ ausfällt.

Zuletzt hatte sich die Eurozone nach Beginn der weltweiten Bankenkrise 2008 in der Rezession befunden. Damals sank die Wirtschaftsleistung fünf Quartale in Folge bis zum Sommer 2009.

Einbruch von 0,4 Prozent für Jahr 2012 erwartet

Schuld an der jetzigen Rezession ist die schlechte wirtschaftliche Lage in den südeuropäischen Krisenländern. In Spanien betrug das Minus im dritten Vierteljahr 0,3 Prozent, in Portugal 0,8 Prozent. Auch Italiens Wirtschaftsleistung sank um 0,2 Prozent. Deutschland als größte Volkswirtschaft Europas setzte sich mit einem Plus von 0,2 Prozent positiv ab.

Die Zahlen zum dritten Quartal fielen schlechter aus als erwartet. Die EU-Kommission hatte lediglich eine Stagnation erwartet. Zum Winter hin rechnen die Experten erneut mit einem Minus und prognostizieren für das Gesamtjahr 2012 einen Konjunktureinbruch von 0,4 Prozent.

In der EU insgesamt ist die Lage etwas besser. Die 27 EU-Länder verzeichneten im dritten Quartal ein Mini-Wachstum von 0,1 Prozent.

Werbekampagne
Prominente Stimmen für Europa
Bei «Ich will Europa» dabei sind unter anderem Schauspielerin Bettina Zimmermann und ... (Foto) Zur Fotostrecke

Süd- und Osteuropäer flüchten nach Deutschland

Als Konsequenz auch der Krise vor allem in Südeuropa und Ländern der EU-Erweiterung hat die Zuwanderung nach Deutschland erneut zugenommen. Im ersten Halbjahr 2012 zogen 501.000 Menschen in die Bundesrepublik - das waren 15 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2011.

Die meisten ausländischen Zuwanderer stammen aus der Europäischen Union (306.000), wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Besonders auffällig war das Plus bei den Zuzügen aus Griechenland, Spanien und Portugal. Die meisten Menschen kamen aber nach wie vor aus Polen. Bereits 2011 war die Zuwanderung im Vergleich zum Vorjahr mit 20 Prozent deutlich gestiegen.

Sind Sie schon Fan von news.de auf Facebook? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

zij/news.de/dpa

Leserkommentare (5) Jetzt Artikel kommentieren
  • pipa
  • Kommentar 5
  • 17.12.2012 11:56

Das ist zum kotzen, Merkel und ihr "alle-müssen-die-händchen-zusammen-halten-ponyhoff-politik". So viele Milliarden an die Euroländer ausgeliehen, meinst du die bekommt man zurück? Entschuldige mal bitte, es sind mehr Schulden da als es das Geld in dem jeweiligen Land überhaupt da ist! Die reitet uns sprichwörtlich in die Scheiße! Wir haben selber zu viele Schulden, die wir nicht zurückzahlen können. Stellt euch das nur vor! Wo anders wäre die Menschen schon lenkst auf die Straße gegangen, die deutschen werden es nie schaffen.

Kommentar melden
  • Pazifiko
  • Kommentar 4
  • 16.12.2012 11:02

In einer Schmarotzerrepublik investiert ein Arbeitnehmer viel Geld in ein Auto aus heimischer Produktion um damit zur Arbeit zu fahren zwecks Einkommen für seine Familie und sich sowie nebenbei auch den Staat (Steuerabgaben), und um nach einem Unfall mit Totalschaden auf dem Arbeitsweg keine Steuererleichterung zur Abmilderung noch bestehender Restfinanzierung zu bekommen, während Bezieher von staatlichen Fürsorgemitteln Prämien im Rahmen eines Konsumpaketes zur Förderung der nationalen Wirtschaft erhalten, mit der sie sich letztlich doch nur billige Vehikel aus Niedriglohnländern finanzieren!

Kommentar melden
  • Oliver
  • Kommentar 3
  • 30.11.2012 11:33

Unsere Ignorante Regierung fischt mit ihren "Entwicklungshilfen" immer nach neuen Einwohnern, anstatt auf heimische Reesourcen zu setzen. Nun die Polen und andere Europäer mit nur einer einzigen Ausnahme integrieren sich recht gut, doch ein Land, welches so dicht besiedelt ist wie China, dem könnte eine Schrumpfkur mal gutes tun!!! Die Abhängigkeiten werden sonst einfach zu groß für die Wirtschaft und diese Fehlentwicklung der letzten Jahrzehnte müssen unbedingt gestoppt werden. Deswegen Plädiere ich für in Heimkehrprogramm Kulturfremder Organa nach Muselmanien...

Kommentar melden
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig
Anzeige
Umfrage
Hier an weiteren Umfragen teilnehmen!
Euro- und Finanzkrise
KANN SICH GRIECHENLAND NOCH AUS DER SCHLINGE ZIEHEN?

news.de auf Facebook
Follow us on Facebook!
News.de auf Twitter
Follow us on Twitter!
Anzeige