Neckermann 2000 Mitarbeiter werden arbeitslos

Neckermann ist Geschichte. Besonders hart ist das für die 2000 verbliebenen Mitarbeiter. (Foto)
Neckermann ist Geschichte. Besonders hart ist das für die 2000 verbliebenen Mitarbeiter. Bild: dpa

Aus und vorbei: Auch ein letzter Versuch, noch einen Investor für das insolvente Versandhaus zu finden, ist gescheitert. Der Betrieb wird schon zum Monatsende geschlossen. Die Arbeitsagenturen kämpfen nun mit 2000 zusätzlichen Arbeitslosen.

Der insolvente Versandhändler Neckermann wird abgewickelt. Mehr als 200 potenzielle Investoren hatte es gegeben. Keiner sah am Ende noch einen Sinn darin, dass Versandhaus auf neue Füße zu stellen. Der Investitionsstau im zweistelligen Millionenbereich war einfach zu groß. Die noch verbliebenen 2000 Mitarbeiter aus Frankfurt und Sachsen-Anhalt verlieren nun ihre Jobs.

Neckermann war 1950 gegründet worden. Neckermann stieg zudem ins Reisegeschäft ein, verkaufte Fertighäuser und Versicherungen und betrieb auch eine Kaufhauskette. In den 1970er Jahren geriet das Stammhaus in die Krise und wurde 1977 mehrheitlich von der Karstadt AG übernommen, die später mit dem Versandhändler Quelle fusionierte. 1995 hatte Neckermann seinen Online-Shop eröffnet. Seither waren 80 Prozent des Umsatzes über das Internet erzielt worden.

Neckermann-Reisen hat heute mit dem Versandhaus nichts mehr zu tun. Es gehört zum Konzern Thomas Cook.

Wer jetzt noch bei Neckermann bestellt, um ein Schnäppchen zu ergattern, sollte die Ware erst nach Erhalt bezahlen, rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Wer die Ware sicherheitshalber nicht mehr bekommen möchte, könne seinen Kaufvertrag widerrufen. Mit dem Ende des Geschäftsbetrieb verfallen auch die Gewährleistungsansprüche, die dem Kunden normalerweise für zwei Jahre zustehen. Lediglich Herstellergarantien bleiben erhalten.

ham/news.de/dapd

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