Verbraucherstimmung Kauflaune bleibt ungetrübt

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Die Stimmung in der Wirtschaft wird zunehmend schlechter. Die Verbraucher hingegen lassen sich in ihrer Kauflaune nicht beeinflussen. Zum ersten Mal seit drei Monaten schätzten die Bürger die konjunkturelle Entwicklung wieder zuversichtlicher ein.

Deutschlands Verbraucher lassen sich nicht von schlechten Konjunkturszahlen beeinflussen. Und kaufen munter weiter. Das teilt das Marktforschungsunternehmen GfK am Dienstag in Nürnberg mit. Die Erwartungen an das eigene Einkommen gingen im September jedoch erneut spürbar zurück. Auf hohem Niveau unverändert blieb die Bereitschaft, größere Anschaffungen zu tätigen. Dies hängt auch mit der weiter gesunkenen Sparneigung der Deutschen zusammen. Der Konsumklimaindex für Oktober bleibt wegen dieser Mischung stabil bei 5,9 Punkten.

«Angesichts der Krise zeichnet sich ein zufriedenstellendes Konsumjahr 2012 ab», kommentierten die Experten. Die GfK bestätigte ihre Prognose, wonach der private Konsum in diesem Jahr real um etwa ein Prozent steigt. «Damit wird der Konsum seiner ihm zugedachten Rolle als verlässliche Stütze der Konjunktur auch weiter gerecht.»

Nach herben Einbrüchen in den Vormonaten hatten die Bürger die konjunkturelle Entwicklung zuletzt wieder etwas positiver eingeschätzt. Ob dies zum Trend werde, sei aber angesichts des verlangsamten Wirtschaftswachstums unsicher, hieß es.

Auch die Erwartungen an das eigene Einkommen seien im September im Sog der konjunkturellen Verunsicherung auf gutem Niveau weiter gesunken, erläuterte die GfK. Leicht steigende Arbeitslosenzahlen und teures Benzin hätten dazu beigetragen. Um der dadurch angekurbelten Inflation und damit der Entwertung ihres Geldes zu entgehen, steckten die Menschen ihr Geld weiterhin tendenziell eher in Immobilien oder Autos, als es für niedrige Zinsen auf die Bank zu tragen.

sca/news.de/dpa

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