Galaxy S3 Apple will Samsung total ausschalten

Es läuft nicht gut für Samsung. Nach der herben Niederlage gegen Apple im Patentprozess attackiert der Konkurrent jetzt auch das neue Flaggschiff Galaxy S3. Die Klage läuft am selben Gericht in Kalifornien. Zudem wird Samsung vorgeworfen, in China Kinder für sich arbeiten zu lassen.

Klau-Skandal: Samsung vs. Apple

Wenige Wochen vor dem erwarteten Start des nächsten iPhone nimmt Apple den stärksten Rivalen Samsung erneut mit einer Patentklage ins Visier: Das Spitzen-Smartphone Galaxy S3. Apple erweiterte eine seit Februar laufende Klage in Kalifornien um das neue Tablet Galaxy Note 10.1 sowie das Galaxy Note, ein großes Smartphone mit Stift-Bedienung. Das auf der IFA in Berlin vorgestellte Nachfolge-Modell Galaxy Note 2 wird in der Klage nicht genannt.

Apple spricht jetzt in dieser zweiten kalifornischen Klage seit Freitag von «mindestens 21 Geräten» und nennt konkret 22 Samsung-Modelle. Ein Prozess in dem Fall wird erst im Frühjahr 2014 erwartet. Richterin Lucy Koh, die beiden Verfahren von Apple und Samsung in Nordkalifornien vorsitzt, hatte diesen Fall aufgeschoben, um sich auf den ersten Prozess zu konzentrieren.

Bei den acht Patenten in der Klage geht es unter anderem um das Synchronisieren und Entsperren von Geräten, die Anzeige verpasster Anrufe, Wort-Vorschläge beim Schreiben sowie Suchfunktionen, die auch Apples sprechgesteuerter Assistent Siri nutzt.

Samsung verkaufte zuletzt doppelt so viel wie Apple

Das im Mai vorgestellte Galaxy S3 ist das aktuelle Flaggschiff-Modell von Samsung. Einige Experten fanden es dem aktuellen iPhone 4S in mancher Hinsicht technisch überlegen. Es wird mit Spannung erwartet, wie Apple mit dem nächsten iPhone kontern wird. Es wird für September erwartet, auch wenn Apple noch nichts bestätigt hat.

Im vergangenen Quartal verkaufte Samsung mit rund 50 Millionen Smartphones etwa doppelt so viele Computer-Handys wie Apple. Das lag auch daran, dass viele Apple-Fans bereits auf das nächste iPhone warteten. Für den Herbst wird auch mit einem ersten kleineren iPad-Modell gerechnet.

Samsung soll chinesischen Kinder für sich arbeiten lassen

Doch Samsung weht der Wind nicht nur aus Kalifornien schart entgegen. Der südkoreanische Elektronikkonzern lässt in chinesischen Fabriken angeblich Kinder für sich arbeiten. Das jedenfalls berichtet Der Spiegel unter Berufung auf einen Report der US-Nichtregierungsorganisation China Labor Watch. Demnach seien in sechs firmeneigenen Samsung-Fabriken in China gravierende Missstände an der Tagesordnung. Die Rede ist unter anderem von «gefährlichen Arbeitsbedingungen», exzessiven Überstunden und «ungültigen Arbeitsverträgen».

In drei der untersuchten Fabriken soll dem Bericht zufolge sogar Kinderarbeit weit verbreitet sein. Die teilweise unter 16 Jahre alten Schüler würden angeblich von Lehrern mit der Drohung zur Fabrikarbeit gezwungen, dass sie sonst keine Abschlusszeugnisse erhielten. «Wir messen uns an den höchsten Standards bei den Arbeitsbedingungen», teilte Samsung hierzu auf Anfrage des Nachrichtenmagazins mit. «Wir haben Kenntnis von dem Bericht von China Labor Watch und analysieren die Situation vollständig», hieß es weiter.

iwi/news.de/dpa/dapd

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Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • Michel1966
  • Kommentar 2
  • 03.09.2012 01:02
Antwort auf Kommentar 1

Samsung Electronics erwirtschaftete 2011 einen operativen Gewinn von 10,84 Milliarden Euro. Der Umsatz betrug 111,82 Milliarden Euro. 2011 verkaufte Samsung seine Festplattensparte an Seagate. - UND DIE FINDEST DU BESSER ALS APPLE?? Der Vorteil von Samsung ist, dass sie in sehr vielen Bereichen tätig sind (Digital Media, Telecommunication Network, Digital Appliance, Semiconductor und LCD) und Apple eben nur im Computerbereich.

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  • Samsungfanboy
  • Kommentar 1
  • 02.09.2012 14:52

Apple nutzt auch Kinder um an Marktanteile zu kommen. Vorallem die Kinder, die unbedingt jung und hip sein wollen, für die darf es nur das iPhone sein. Die sollen mal lieber anfangen weniger Schwanzlos zu sein und billigere Preise anstreben, so einen Scheiß dürfte eigentlich keiner kaufen, für solche Preise! DAS IST EIN VERBRECHEN! go Samsung

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