Strompreise Energie ist noch nicht teuer genug

Wie schön wird es sein, wenn für unsere Energie nur noch Sonne und Wind verantwortlich wären, wenn Kohle, Gas und Atomenergie Geschichte sind. Bis dahin ist der Verbraucher allerdings im dunklen Loch unterjocht. Denn die Preistreiber ziehen sich staatlich lanciert aus der Affäre.

Der Strom der Zukunft: Wo es bei der Energiewende hapert

Ob es Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) nun für seriös hält oder nicht: Wenn Europas Vattenfall-Chef Tuomo Hatakka vorrechnet, dass die Strompreise bis Ende 2020 um bis zu 30 Prozent steigen werden, dann ist das nicht nur eine Ansage, sondern eine kolossale Drohung. Und zwar eine, die ihre Wirkung nicht verfehlt. Gerade den Verbrauchern, die ohnehin schon an der finanziellen Existenzgrenze leben, wird dabei Angst und Bange.

Und die Tendenz der Preisentwicklung im Energiemarkt kennt seit Jahren nur eine Tendenz: die steigende. Dabei gehört Deutschland - neben Dänemark - mit 22,94 Euro pro 100 Kilowattstunden (Stand: 2010, Quelle: Eurostat) schon zu den europäischen Ländern, deren Haushalte die Energie aus der Steckdose besonders teuer bezahlen.

Fakt ist jedoch: Der Strom in Deutschland ist noch nicht teuer genug. Selbst mit der Umlage für die Förderung von Strom aus Wind, Wasser und Sonne nicht, die ab 2013 einen Durchschnittshaushalt um 100 Euro pro Jahr zusätzlich belastet. In die Kassen kämen also rund 40 Milliarden Euro. Für einen stabilen Netzausbau wird das jedoch nicht genügen. Denn das Projekt Energiewende ist ein Pferd, das von hinten aufgezäumt wurde.

Studie beweist: Versorger kassieren zu viel für Strom
Video: dpaafx

In der Nordsee schießen die Windparks aus dem Wasser. Die Begeisterung, Geld in solche Projekte zu stecken, ist bei Investoren groß. Erwarten sie doch ein hübsches Sümmchen als Gewinn, wenn der Strom ins Netz geht. Doch der Bau von Windparks genügt nicht. Auch das Stromnetz muss entsprechend wachsen. Hier aber will kein privater Investor mitfinanzieren. Zu groß ist die Angst, am Ende zur Kasse gebeten zu werden, weil sich schon jetzt abzeichnet, dass der Netzausbau nicht schnell genug umgesetzt werden kann.

Von gleichwertiger Finanzierung des Projekts Energiewende kann also nicht die Rede sein. Noch weniger angesichts der Tatsache, dass viele Industrieunternehmen nicht nur von der Ökostromumlage befreit sind, obwohl sie mit 223 Terrawattstunden (Stand: 2010, Quelle: BDEW) am meisten Strom in Deutschland verbrauchen. Sie sollen auch bei der Haftung für den Anschluss der Windparks ans Netz ab 100.000 Kilowattstunden nur noch 0,05 Cent statt 0,25 Cent zahlen. Wer dann in der Kalkulation für die Stromkosten auch noch die Subventionen für die Umrüstung auf erneuerbare Energien berücksichtigt, dem wird schnell klar, dass der Verbraucher mindestens den doppelten Preis zahlen müsste.

Doch auch wenn wir Deutschen am Ende - zum großen Teil - brav unser Bündel tragen werden, selbst wenn wir dabei zu einem günstigeren Stromanbieter wechseln: Gerecht ist die derzeit praktizierte Energiewende nicht. Zu sehr ziehen sich jene Elemente aus der Verantwortung, die die größten Kosten verursachen und am Ende die meisten Profite erwirtschaften. Um Schutz kann der kleine Verbraucher betteln, so lange er will. Allein ihm fehlt das Druckmittel zu sagen: Lieber Staat, wenn du mich nicht unterstützt, dann baue ich mein Unternehmen eben in einem anderen Land wieder auf.

zij/news.de

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Leserkommentare (12) Jetzt Artikel kommentieren
  • mozarttreu
  • Kommentar 12
  • 25.10.2012 23:36

Wer Grün noch wählt, muss sich nicht wundern, wenn er anschließend Rot sieht! Die Grünen sind und bleiben die Preistreiber in Sachen Energie!

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  • mkathrin
  • Kommentar 11
  • 07.10.2012 12:52
Antwort auf Kommentar 6

Ja Frau Schroth soweit wird es nach dem Willen der grünen Fraktion kommen. Wir kaufen Energie in Frankreich und müssen dann ein Flugzeug starten mit dem Spruch. Wir haben keine Kernenergie, also liebe Wolke, nicht über Deutschland fliegen, wenns in den Anrainerstaaten gekracht hat. Diese ganze Angstmacherei ist nur peinlich und verblödet. Die Grünen lügen uns in die Tasche und Idioten wählen die auch noch, aber zu unseren Lasten.

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  • Grüne Sektierer schaffen Dtld. ab
  • Kommentar 10
  • 29.08.2012 10:08

Die Wähler der "Grünen Weltuntergangssekte" sind schuld daran, dass die Energiepreise explodieren + gutbezahlten Industriearbeitsplätze abwandern. VW baut jetzt ein Werk in Russland. Die Deutschen sind zu doof, um gegen hohe Energiepreise + ESM (Ausplünderung Dtld.s) zu demonstrieren. Aber für morsche Bäume und Ungeziefer - S21 - und gegen Atomstrom demonstrieren 20.000. Sie machen Lichterketten für Türken ABER bei Deutschen Opfern sehen sie weg. Meine Kinder sollen nach dem Studium Dtld. verlassen. Kanada hat viele Rohstoffe - Dtld. hat nur kinderfeindliche Alte und Hartz-IV-Ausländer.

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