Drogerie-Pleite Um 15 Uhr ist Schluss bei Schlecker

Schlecker-Misere
Ein Weg voller Missverständnisse
Schlecker wird ausrangiert: Der Gläubigerausschuss hat bei einer Sitzung am 1. Juni 2012 in Berlin das Aus der Drogeriekette beschlossen. (Foto) Zur Fotostrecke

Schlecker ist Geschichte. Das war's für die ramschige Drogeriemarktkette. Bis 15 Uhr werden alle Produkte ohne Preisbindung für 20 Cent rausgehauen, dann räumen die Schleckerfrauen nur noch auf in den 2800 deutschen Filialen. Und sind ab Montag arbeitslos.

Die Ära des Drogerieriesen Schlecker geht zu Ende. Ab 15 Uhr räumen die 13.200 Verkäuferinnen nur noch auf. Sie werden vom kommenden Montag an freigestellt und später gekündigt.

Für den Schlecker-Insolvenzberater Arnd Geiwitz bleibt jetzt noch die Prüfung von Rückübertragungen von Vermögen innerhalb der Schlecker-Familie als Aufgabe. Firmenpatriarch Anton Schlecker soll 40 Millionen Euro frühzeitig an seine Kinder verteilt haben, da er in der Insolvenz mit seinem Privatvermögen haftet.

Käufer für Schlecker-Töchter gesucht

Zudem werden für die Schlecker-Töchter Ihr Platz und Schlecker XL sowie die Auslandsgesellschaften noch Käufer gesucht. Am Mittwoch und Donnerstag fanden Betriebsratssitzungen zu einem Interessenausgleich und Sozialplan für die Beschäftigten statt.

Die insolvente Drogeriekette wurde 1975 von Anton Schlecker gegründet und hatte zu ihren besten Zeiten europaweit 55.000 Mitarbeiter. Im Januar hatte Schlecker Insolvenz angemeldet. Die Schlecker-Pleite hat am Ende knapp 25.000 Arbeitsplätze in Deutschland gekostet.

iwi/news.de/dapd/dpa

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