Arbeit Sitzen mit Bodenhaftung: Bürostühle richtig einstellen

Sitzen mit Bodenhaftung: Bürostühle richtig einstellen (Foto)
Sitzen mit Bodenhaftung: Bürostühle richtig einstellen Bild: dpa

Dortmund - Typisch für Büroarbeit: Schmerzen nur vom Rumsitzen. Dabei kann die richtige Stuhleinstellung schon viel bewirken. Hier gilt: Nicht die Beine baumeln lassen.

Hin und wieder kippeln ist aber erlaubt.

Drehen, kippeln und rollen: Mit Bürostühlen lässt sich einiges anstellen. Doch statt beim nächsten Müßiggang aus Langeweile auf dem Stuhl herumzuwackeln, sollten Arbeitnehmer lieber einmal einen Blick unter die Sitzfläche werfen und die verschiedenen Hebel unter die Lupe nehmen. «Obwohl Büroarbeiter fast den ganzen Tag auf dem Bürostuhl sitzen, haben viele ihn nicht richtig eingestellt», warnt Lars Adolph von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Dabei ist die Verbesserung in diesem Fall wirklich meist nur einen Handgriff entfernt.

Beide Füße auf den Boden: Der wichtigste Tipp für die Einstellung des Bürostuhls ist im wahrsten Sinne des Wortes bodenständig: «Die Füße sollten immer Bodenkontakt haben», rät Adolph. Denn nichts sei für den Rücken anstrengender, als wenn die Beine in der Luft hängen.

Rückenlehne nutzen: Eine Rückenlehne ist nicht nur da, weil sie zu einem Stuhl nun einmal dazu gehört. Sie dient dazu, den Rücken zu entlasten und ihn zu stützen. «Die Rückenlehne sollte daher so eingestellt sein, dass man auch Kontakt zur Lehne hat, wenn man auf dem Bürostuhl sitzt», so Adolph. Am besten seien Bürostühle, in denen sich die Rückenlehne nach hinten kippen lässt, und der Stuhl mit dem Körper mitgeht, wenn man sich zurücklehnt.

Kippeln erlaubt: Viele wussten es ja schon in der Schule: Der Lehrer hat unrecht, wenn er einem untersagt, mit dem Stuhl nach vorne und hinten zu wippen. Lars Adolph von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin sagt: Solange man nicht hinten rüber fällt und sich den Kopf anschlägt, ist Kippeln sogar gesund. Denn schlecht für den Rücken sei es immer, zu lange in einer Position zu verharren - wer kippelt, der bewegt sich.

Kippeln leicht gemacht: Manche Bürostühle lassen sich so einstellen, dass sich die Rückenfläche nach hinten kippen lässt, während die Sitzfläche nach vorne rutscht. «Dieses synchrone Arbeiten von Sitzfläche und Lehne ist für den Rücken optimal», so Adolph. Damit das funktioniert, muss die synchrone Mechanik allerdings auch auf das Gewicht des Arbeitnehmers eingestellt werden. «Ideal ist es, wenn man nicht viel Kraft braucht, um sich zurücklehnen zu können», so Adolph.

Alles im 90 Grad Winkel: Stehen die Füße auf dem Boden, sollte sich zwischen den Waden und den Oberschenkeln ein 90-Grad-Winkel bilden. Dann ist die Höhe der Bürostuhls optimal. Dasselbe gilt, wenn für den Abstand zwischen den Unterarmen, die auf der Armliege liegen, sowie den Schultern, die an der Rückenlehne sich abstützen.

Kleinen Menschen hilft eine Fußstütze: Kleine Menschen haben oft das Problem, dass der Schreibtisch im Büro für sie zu hoch ist. Für den Fall, dass der Tisch sich nicht rauf- und runterfahren lässt, haben sie dann ein Problem. Entweder sie bekommen die Füße nicht auf den Boden, oder es hakt am 90-Grad-Winkel zwischen Schulter und Unterarm. «Die ideale Lösung ist dann natürlich ein passenderer Tisch», so Adolph. Für den Fall, dass das nicht geht, empfiehlt er eine Fußbank.

news.de/dpa

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