Insolvente Drogeriekette Schlecker bald in tschechischer Hand?

Schlecker vor ausländischer Übernahme (Foto)
Kurs Richtung Osteuropa? Ein tschechischer Investor könnte bei der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker einsteigen.  Bild: dpa

Bei der Suche nach Investoren für die insolvente Drogeriemarktkette Schlecker sind offenbar keine deutschen Bieter mehr im Rennen. Zwei internationale Finanzinvestoren, darunter die tschechische Penta-Gruppe, sollen

Interesse hätten nur noch zwei internationale Finanzinvestoren ohne ausgeprägte Handelskompetenz, berichteten die Stuttgarter Nachrichten. Die als aussichtsreicher Kandidat gehandelte Düsseldorfer Droege-Gruppe, die ein Kaufangebot für Schlecker bestätigt hatte, sei nicht mehr in der engeren Auswahl. Das Angebot sei zu gering gewesen.

Wie das Nachrichtenmagazin Spiegel am Freitag vorab berichtete, plant die tschechisch-slowakische Finanzgruppe Penta Investments einen Einstieg bei Schlecker. «Wir haben ein unverbindliches Angebot eingereicht», zitierte das Magazin einen Penta-Sprecher. Details nannte er nicht. Die Website der Firma gibt für 2010 ein Gesellschaftsvermögen von 3,4 Milliarden Euro an.

Dem Spiegel zufolge will Penta keine weiteren Schlecker-Filialen schließen und die verbliebenen Stellen erhalten. Den Kindern des Firmengründers, Meike und Lars Schlecker, die einen Co-Investor suchen, wolle Penta aber höchstens eine symbolische Beteiligung zubilligen.

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Schlecker (Foto) Zur Fotostrecke

Die Insolvenzverwaltung von Schlecker war zunächst für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz geht davon aus, bis Pfingsten einen Käufer für Schlecker zu finden. Zuletzt hatte er von fünf ernst zu nehmenden Interessenten gesprochen.

Anfang April waren bei Schlecker 10.000 Mitarbeiter entlassen worden, in der Mehrzahl Frauen. Zuvor war die Finanzierung einer Auffanggesellschaft für die Gekündigten gescheitert. Rund 13.500 Beschäftigte sind weiter bei Schlecker.

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wam/news.de/dapd

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