Benzinpreis So teuer war der Sprit noch nie

Der Benzinpreis ist nicht zu stoppen. 1,67 Euro kostet der Liter Super E5 heute im Schnitt, das ist Rekord. Auch der Diesel steht nur noch knapp unter seinem bisherigen Höchststand. Hinter dem teurem Sprit an deutschen Zapfsäulen steckt letztlich die Atompolitik des Iran.

Benzinpreise auf Rekordniveau (Foto)
So teuer war Super noch nie. Bild: dapd

Ein Liter Super E10 kostet derzeit im Bundesschnitt rund 1,64 Euro, zwei Cent mehr als am Freitag. Die noch häufiger verkaufte Benzinsorte E5 kostete sogar mehr als 1,67 Euro pro Liter, wie der Marktführer Aral mitteilte. Beide Preise sind höher als jemals vorher notiert.

Diesel kostete mehr als 1,53 Euro und lag damit nur knapp unter dem bisherigen Höchststand von 1,55 Euro aus dem Sommer 2008. Der Aral-Sprecher erklärte die hohen Preise mit weiter gestiegenen Wiederbeschaffungskosten für die Tankstellenbetreiber.

Am Morgen kletterte der Ölpreis nach dem Stopp iranischer Erdölexporte nach Großbritannien und Frankreich auf den höchsten Stand seit neun Monaten. In London wurde die für Europa wichtigste Sorte Brent 1,52 Dollar höher mit 121,10 Dollar pro Barrel (159 Liter) gehandelt, ehe der Preis wieder leicht nachgab.

Alternative Kraftstoffe: Das Benzin der Zukunft

Iran stellt Erdölexporte nach Europa ein

Iran hatte am Sonntag im Konflikt um sein Atomprogramm Drohungen wahr gemacht und Erdölexporte nach Europa eingestellt. Lieferungen nach Frankreich und Großbritannien seien gestoppt worden, teilte das iranische Ölministerium mit. Der Schritt wurde als Vergeltungsmaßnahme Teherans für Sanktionen der EU gesehen, zu denen auch ein Öl-Embargo gegen den Iran gehört. Die EU bezieht etwa ein Fünftel der iranischen Ölexporte.

Als weiterer Preistreiber für Öl gilt eine Entscheidung der chinesischen Notenbank, die Höhe der Sicherheitsreserven zu senken, die Geschäftsbanken dort hinterlegen müssen. So werden Milliardensummen für neue Kredite und Investitionen frei, um die Wirtschaft anzukurbeln. Das würde zu höherer Ölnachfrage in China führen.

iwi/ruk/news.de/dapd

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Leserkommentare (16) Jetzt Artikel kommentieren
  • Pazifiko
  • Kommentar 16
  • 23.07.2012 23:11

Eine Schmarotzerrepublik ist eine Republik, in der z.B. ein Arbeitnehmer, der in ein Kfz aus heimischer Produktion viel Geld investiert hat, um damit zur Arbeit zu fahren zwecks Einkommen für sich und seine Familie und nebenbei auch den Staat (Steuerabgaben), nach einem Totalschaden keine Steuererleichterung zur Abmilderung noch bestehender Restfinanzierung erfährt, während sogar Bezieher von staatlichen Fürsorgemitteln Prämien im Rahmen eines Konsumpaketes zur Förderung der nationalen Wirtschaft bekommen, mit der sie sich letztlich doch nur billige Vehikel aus Niedriglohnländern finanzieren!

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  • Pazifiko
  • Kommentar 15
  • 22.07.2012 17:51

In einer Schmarotzerrepublik ist Diesel billiger als Benzin bei gleichem Volumen, obwohl Energiedichte von Diesel sowie Kohlendioxidanteil nach dessen Verbrennung gegenüber gleichem Volumen Benzin größer sind. Außerdem entstehen bei Verbrennung von Diesel mehr gesundheitsschädigende Stoffe. Diesel dürfte nur für Gütertransport und öffentlichen Personenverkehr günstiger besteuert werden. Für Pkw hingegen müssen bei Besteuerung verschiedener Kraftstoffarten gleiche Bedingungen gelten. Dieselbetriebene Pkw sind zwar in der Anschaffung teurer, profitieren dafür aber ja vom günstigeren Verbrauch!

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  • Beagle
  • Kommentar 14
  • 26.02.2012 19:32

Das Fahrzeug egel ob privat oder nicht, ist ein Gebrauchsgegenstand, der ständigt notwendig ist um etwas von A-B zu bringen,sobald keine anderen Möglichkeiten vorhanden sind. Der ständig hohe Benzinpreis verteuert alles.Statt die Mineralölsteuer zu senken, werden die Bürger und Unternehmen weiter abgeschröpft unter dem Aspekt Ich kann noch mehr Geld in Griechenland versenken.Nur leider schauen alle Volksvertreter zu,ohne zu begreifen, das damit eine weitere Kostenlawine anrollt auf alle Bürger. Mit dem Iran hat das wohl nichts zu tun.Das ist typische Propaganda,um von der Ursache abzulenken.

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