Griechenland Troika stellt Athen ein letztes Ultimatum

Papademos (Foto)
Griechenlands Premier Papademos (rechts) mit den Vertretern der Koalitionsparteien. Bild: dapd

Der Durchbruch ist geschafft: Die griechische Regierung beugt sich dem strengen Spardiktat der Troika in fast allen Punkten. Offen bleibt nur die geplante Kürzung der Renten. Die Euroländer gewähren den Griechen dafür einen Aufschub von zwei Wochen.

Die Gespräche der griechischen Regierung mit den Experten der Troika sind am frühen Morgen mit einer Einigung bei den meisten Themen zu Ende gegangen. Offen ist nach Angaben des griechischen Finanzministers Evangelos Venizelos noch «ein Thema» geblieben. Dagegen habe die griechische Seite allen anderen Parametern des harten Sparprogramms zugestimmt.

«Ich hoffe, dass das Treffen der Eurogruppe stattfindet und das neue Programm genehmigt. Davon hängt das finanzielle Überleben unseres Landes ab», sagte der Finanzminister Venizelos im Fernsehen. Die Euro-Finanzminister sollen sich am Abend in Brüssel treffen, um über Griechenland zu beraten.

Das strittige Thema sind Kürzungen von Renten in Höhe von etwa 300 Millionen Euro, berichtete das Staatsradio weiter. Wie die Nachrichtenagentur dpa aus Kreisen des Finanzministeriums erfuhr, räumte die Troika den Griechen 15 Tage Zeit ein, um die Rentenfrage zu regeln. Es geht um einen Betrag in Höhe von 300 Millionen Euro. Die Troika besteht aus Experten der EU, des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank (EZB).

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wam/cvd/news.de/dpa

Leserkommentare (5) Jetzt Artikel kommentieren
  • hpklimbim
  • Kommentar 5
  • 11.02.2012 09:51

Es ist nachvollziehbar, dass Griechenland die Kürzung der Renten hinausschiebt. Denn solange man nicht gleichzeitig auch an die völlig überzogenen Pensionen geht, droht dort der Bürgerkrieg. Dieses Kuckucksei der Beamtenmisswirtschaft droht Deutschland in spätestens 10 Jahren auch. Und dann sollten die Kritiker vor mir eines nicht vergessen - bei der Misere Griechenlands ist Deutschland Mitverursacher, weil der deutsche Exportzuwachs als Folge stark stagnierender Lohnkosten wegen des fehlenden Mindestlohnes zu Lasten der europäischen Länder ging, die heute Wirtschaftsprobleme haben.

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  • Libertad
  • Kommentar 4
  • 10.02.2012 01:10

Griechenland sollte raus aus der EU. Jagt diese Banker, die durch einen Putsch auf die Demokratie, an die Macht gekommen sind, zum Teufel. Lasst euch nicht in einen neuen Krieg Iran/Israel reinziehen. Nur deshalb wurdet ihr durch Merkel/EU Bonzen aufgerüstet und seid nun hoch verschuldet. Keiner der Banker, die in Gtiechenland regieren ist demokratisch an die Macht gekommen. Rine Vilksabstimmung wurde sogar noch von Merkel/EU Bonzen verhindert.

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  • einKritischerBlick
  • Kommentar 3
  • 09.02.2012 18:17

Wenn das Volk nicht aufsteht und die selbstgefälligen Regierungsparasiten mit einer gehörigen Tracht Prügel von ihren Posten vertreibt, wird Deutschland tatsächlich bis zum St.Nimmerleinstag zahlen müssen, wie in jo in seinem Kommentar schreibt. Die Alternative (oder aber logische Konsequenz) ist, dass der ganze Schuldenberg zusammen- und damit die EU auseinanderbricht. Na Prima, dann werden viel mehr Leute leiden. Und zwar richtig leiden.

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