Anschlag Brief an Ackermann war eine Bombe

Ackermann (Foto)
Verdächtiges Paket: Anschlagsversuch auf Ackermann? Bild: dapd

Ein Attentat: Der an Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann gerichtete verdächtige Brief hat nach Angaben der Frankfurter Polizei entzündliches Pulver enthalten und war eine Briefbombe. Die Behörden sind alarmiert.

Das Landeskriminalamt hat nun bestätigt: Es war tatsächlich eine Briefbombe, die am Mittwoch in der Zentrale der Deutschen Bank abgefangen wurde. Nach Angaben der Frankfurter Polizei kann die genauere Untersuchung noch einige Tage dauern. Als Absender sei auf dem Brief die Europäische Zentralbank angegeben worden.

Der Brief war am Mittwoch gegen 12 Uhr in der Zentrale im Frankfurter Bankenviertel eingegangen und routinemäßig geröntgt worden. Als beim Durchleuchten verdächtige Formen auftauchten, wurde die Polizei informiert. Diese veranlasste schließlich die Untersuchung durch die Experten des Landeskriminalamts.

Die Deutsche Bank hat ihre Sicherheitsvorkehrungen verschärft und schickte auch entsprechende Informationen an ausländische Niederlassungen, wie aus Sicherheitskreisen zu erfahren war. Ein Sprecher der Bank wollte sich nicht zu dem Vorgang äußern.

Der Frankfurter Polizeisprecher Kießling wollte sich nicht festlegen, ob das entzündliche Pulver in Eigenregie hergestellt wurde. Er bestätigte aber, dass es sich nicht um gewerblichen oder militärischen Sprengstoff handele. Je nach Zusammensetzung und Feuchtigkeitsgrad könne sich aber auch dieses Pulver entzünden. Näheres müssten die Untersuchungsergebnisse ergeben.

Anhaltspunkte für weitere derartige Briefsendungen oder geplante Anschläge auch auf andere Banken gebe es bislang nicht. Auch seien die Sicherheitsvorkehrungen nicht insgesamt verstärkt worden.

beu/cvd/news.de/dapd

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