FDP-Pläne Steuerentlastung schon 2012

Mit einem geringeren Solidaritätszuschlag wollen die Liberalen schneller Entlastungen schaffen. Eine Reform der Einkommenssteuer steht ebenfalls zur Debatte. Allerdings könnte das Arbeitnehmer eine potenzielle Lohnerhöhung kosten.

FDP macht Druck bei Steuersenkung (Foto)
Nicht erst 2013 soll die Steuersenkung greifen: Die FDP will bereits zu Jahresbeginn 2012 für Entlastungen sorgen. Bild: dpa

Offenbar wollen die Liberalen die ursprünglich für das Jahr 2013 geplante Steuerentlastung vorziehen. Das berichtet Bild. Unter Berufung auf hochrangige FDP-Kreise heißt es, auf dem Koalitionsgipfel am Sonntag soll über eine Senkung des Solidaritätszuschlags bereits zum 1. Januar 2012 verhandelt werden.

Ein erster Entlastungsschritt von bis zu vier Milliarden Euro könnte schon zum Jahreswechsel erfolgen. Angedacht sind einen höherer Freibetrag und eine Senkung des Steuersatzes von derzeit 5,5 Prozent, hieß es.

Von diesem Schritt machten die Liberalen offenbar ihre Zustimmung zu anderen strittigen Fragen abhängig. Ohne grünes Licht für eine Entlastung 2012 wolle die FDP Mehrausgaben beispielsweise für Infrastruktur ablehnen, schreibt die Zeitung weiter.

Generalsekretär Christian Lindner zeigte sich offen auch für eine Reform der Einkommensteuer, den Abbau der sogenannten kalten Progression. Dieser Effekt führt dazu, dass Lohnerhöhungen durch den damit verbundenen automatischen Anstieg der Besteuerung im Extremfall vom Fiskus komplett kassiert werden.

Lindner sagte der Bild am Sonntag: «Die CDU will die kalte Progression über den Steuertarif reduzieren. Die CSU setzt auf den Solidaritätszuschlag. Die Union muss klären, was sie will. Wenn sie sich einigen, wären wir für beide Wege offen. Auch Kombinationen über Freibeträge sind denkbar.»

cvd/jag/news.de/dpa

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