Bahnfahren wird wieder teurer
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Mitte Dezember wechselt die Deutsche Bahn wieder ihre Fahrpläne. Darüber freuen kann sich der Kunde nicht. Denn wieder einmal werden die Preise angezogen. Sitzplatzreservierungen werden fast doppelt so teuer als bisher.
Zugfahrten mit der Deutschen Bahn werden wieder teurer. Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember erhöht der bundeseigene Konzern die Fahrpreise im Fernverkehr um durchschnittlich 3,9 Prozent. Im Nahverkehr werden durchschnittlich 2,7 Prozent mehr verlangt. Zu Begründung verwies der für den Personenverkehr zuständige Bahnvorstand Ulrich Homburg auf deutlich gestiegene Personal- und Energiekosten.
Damit kostet beispielsweise eine normale Fahrt von Stuttgart nach München in der 2. Klasse künftig 1 Euro mehr (1,9 Prozent). Gleiches gilt etwa für die Strecke von Frankfurt nach Mannheim, auf der der Preis dann von 26 auf 27 Euro steigt (3,9 Prozent). Der maximale Preis für eine einfache Fahrt in der 2. Klasse steigt von 129 Euro auf 135 Euro (4,7 Prozent).
Neue Preise gibt es auch für Sitzplatzreservierungen. Sie kosten künftig in der 1. und 2. Klasse einheitlich 4 Euro - egal ob diese im Internet, am Automaten oder im Reisezentrum gebucht werden. Damit wird die Reservierung beim Fahrkartenkauf am Automaten oder im Internet für die 2. Klasse um 1,50 Euro teurer, im Reisezentrum dagegen um 0,50 Euro billiger.
Neue Konditionen für Landertickets
Laut Ulrich Homburg seien im Fernverkehr 89 Prozent aller Fahrten rabattiert, 28 Prozent aller Fahrten würden mit dem Sparpreis bezahlt. An dem will die Bahn nichts ändern. Der Preis für ein entsprechendes Ticket soll bei 29 Euro bleiben. Entsprechende Tickets gibt es aber nur solange der Vorrat reicht und nicht auf allen Strecken. Mehr zahlen muss der Bahnkunde allerdings beim Schönes-Wochenende-Ticket. Kostete das bisher 39 Euro sind ab 11. Dezember 40 Euro bei der Internet- oder Automatenbuchung fällig.
Einen mehrgleisigen Kurs fährt die Bahn bei den Ländertickets. Während die Preise für diese Fahrscheine im Bereich Rheinland-Pfalz und Saarland sowie Mecklenburg-Vorpommern um jeweils 1 Euro erhöht werden, ändern sich in anderen Bundesländern die Konditionen gänzlich. Solche Ländertickets, mit denen bisher fünf Personen zum Preis von 29 Euro reisen konnten - beispielsweise in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen -, kosten künftig 21 Euro plus 3 Euro pro jedem der vier Mitfahrer. In Baden-Württemberg werden pro Mitfahrer sogar 4 Euro fällig.
Unterschiedlich agiert die Bahn bei den Bahncards. Während die Preise für die ermäßigte Bahncard 25 und die Jugend-Bahncard unverändert bleiben, müssen Kunden anderer Versionen mehr zahlen. So kostet in der 2. Klasse die Bahncard 25 künftig 59 Euro (plus 2 Euro) und die Bahncard 50 dann 240 Euro (plus 10 Euro). Die Bahncard 100 für die 2. Klasse steigt auf 3990 Euro (plus 190 Euro).
ham/som/rzf/news.de/dpa
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