Ergo-Versicherungen Sex-Reisen brachten 500 Kündigungen

Die Kunden waren empört und reagierten entsprechend: Die Affären um Lustreisen und Riester-Verträge haben den Versicherer Ergo nach eigenen Angaben mehrere hundert Kunden gekostet

Ergo erwaegt Strafanzeige gegen Verantwortliche wegen Sex-Party (Foto)
Die Sex-Party für Mitarbeiter der Versicherung Hamburg-Mannheimer in Budapest hat Ergo zahlreiche Kunden-Kündigungen berscherrt. Bild: dapd

«Verloren haben wir mit konkretem Bezug darauf etwa 500 Kunden», sagte Ergo-Chef Torsten Oletzky der Rheinischen Post. Der Chef des Mutter-Konzerns Munich Re stellte sich hinter den Ergo-Chef.

Die Düsseldorfer waren durch eine Budapester Sex-Party mit Prostituierten als Belohnung für Versicherungsvertreter in die Schlagzeilen geraten. Außerdem musste der Versicherungskonzern einräumen, dass er Riester-Verträge mit falschen Kostenberechnungen verkauft hatte. Zudem soll Ergo Kunden für sie ungeeignete Versicherungspolicen verkauft haben. Der Konzern hatte dafür Entschädigungen angekündigt und sich in großen Zeitungsanzeigen entschuldigt.

Zum Stand der internen Ermittlungen sagte Oletzky: «Wir haben jetzt einen ersten Zwischenbericht der Wirtschaftsprüfer von PriceWaterhouseCoopers erhalten.» Für Anfang August rechne man mit dem Abschlussbericht. Nach eigenen Erkenntnissen seien rund 12.000 Kunden betroffen, «aber sie sind nicht geschädigt», betonte Oletzky. Ergo werde den Fehler beheben: «Die Kunden bekommen so am Ende mehr, als wenn das korrekte Formular verwendet worden wäre.»

Trotz aller Negativschlagzeilen steht der Mutterkonzern Munich Re weiter hinter Vorstandschef Oletzky. «Ich schätze Herrn Oletzky persönlich und als Manager seit vielen Jahren», sagte Munich-Re-Chef Nikolaus von Bomhard der Welt. Oletzky sei der richtige Mann, um die Vorfälle aufzuklären und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.

Allerdings machte Bomhard laut dem Bericht auch deutlich, dass das Image des gesamten Konzerns gelitten habe, gerade im Ausland. Ergo müsse nun «schnell aus der aktuell sehr unbefriedigenden Situation herauskommen». Einem Verkauf der Erstversicherungstochter erteilte von Bomhard erneut eine Absage.

boi/news.de/dpa

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Leserkommentare (3) Jetzt Artikel kommentieren
  • Theo tester
  • Kommentar 3
  • 19.11.2012 07:54
  • Goofy
  • Kommentar 2
  • 17.07.2011 22:27

Womit mal wieder bewiesen wäre: Sexgier frißt Hirn. In der Regel weigern sich ja die Versicherungen den Leuten die geschädigt wurden ihre Gelder auszuzahlen.Ein alter Hut. Das kann man schlecht den Menschen erklären,die für ihr Leben gezeichnet sind. Wenn die Versicherungen ihren Mitarbeitern einmal im Jahr ein Bordellbesuch finanzieren,sind die besser motiviert neue Versicherungen abzuschließen damit sie im nächsten Jahr wieder kostenlos in ein Bordell können. Jetzt wissen wir alle,warum da keine Frauen an der Konzernspitze sind.Frauen haben Gehirn.Männer nicht.

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  • Ulli Bau
  • Kommentar 1
  • 17.07.2011 18:47

Ist ja toll, dass wir als Steuerzahler den ungarischen 'Frisch-Fleisch-Handel' unterstützen! Ich hoffe, alle Versicherten werden sich diese Firma merken! Eine Frage bleibt jedoch offen: Es gibt ja nicht nur Versicherungsvertreter, sondern auch Vertreterinnen. Wie wurden diese denn 'belohnt'? Mit ungarischen 'Hengsten'? Man wird ja noch mal fragen dürfen!

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