Besuch aus China Milliardenverträge für VW und Daimler

VW und Daimler in China (Foto)
Deals in Milliardenhöhe? VW und Daimler sowie weitere Mittelständler wollen Verträge mit chinesischen Partnern unterzeichnen. Bild: dpa

Neue Megadeals stehen an: Das boomende China will Geschäfte mit deutschen Konzernen machen. Beim Deutschland-Besuch von Vize-Premier Keqiang bringen sich VW und Daimler ganz vorn in Position. Doch auch Mittelständler wollen mitmischen.

Bei der Visite Chinas von Vize-Premierminister Li Keqiang in Deutschland wollen allein die Autobauer Volkswagen und Daimler am Abend Verträge im Milliardenumfang unterzeichnen. Insgesamt gehe es um Abkommen im Wert von etwa fünf bis sechs Milliarden US-Dollar, hieß es in Regierungskreisen.

Auch der Chemie-Konzern BASF hofft darauf, sein China-Geschäft ausbauen zu können. Daneben wollen Mittelständler zum Zug kommen, unter anderem der Textilmaschinenhersteller Oerlikon Neumag. Am Abend will Li, der als potenzieller Nachfolger des amtierenden Ministerpräsidenten Wen Jiabao gilt, in Berlin mit Topmanagern von deutschen Dax-Konzernen und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) zusammentreffen.

Dieser forderte die chinesische Regierung jüngst auf, die Sorgen deutscher Unternehmen ernst zu nehmen. Peking würde noch zu oft einheimische Firmen gegenüber der ausländischen Konkurrenz bevorzugen, sagte er dem Handelsblatt.

Li hatte angekündigt, die Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland vertiefen zu wollen. Die Bundesrepublik ist bereits fünftwichtigster Handelspartner der asiatischen Wirtschaftsmacht. Zwischen Januar und August verkauften deutsche Firmen Waren im Wert von 34,2 Milliarden Euro nach Fernost - ein Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 50 Prozent. Umgekehrt importierte Deutschland für 48 Milliarden Euro chinesische Güter, was einem Zuwachs von 37,7 Prozent entsprach. In diesem Jahr wird erwartet, dass Chinas Volkswirtschaft um 8 bis 9 Prozent wächst.

Land der Mitte will spanische Staatsanleihen kaufen

Zur Stabilisierung des Euros beabsichtigt China, noch mehr Staatsanleihen europäischer Schuldensünder zu erwerben. Nach Informationen der spanischen Zeitung El Pais hat Li der Regierung in Madrid zugesagt, für etwa sechs Milliarden Euro spanische Staatsanleihen zu kaufen. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür nicht.

China würde damit so viele spanische Bonds kaufen, wie es an portugiesischen und griechischen Anleihen zusammen besitzt. Schätzungen zufolge hält China unter den ausländischen Investoren bereits etwa zehn Prozent der spanischen Staatsanleihen.

tno/zij/mat/news.de/dpa

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Frank Schusterbach
  • Kommentar 1
  • 07.01.2011 08:11

tja leider gibts erst geld von china wenn alle 27 EU Mitgliedsstaaten chinas waffenembargo aufheben dann klingelt die kriegskasse

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