50 Milliarden Dollar Facebooks Wert steigt auf Rekordhöhe

Mit einem derart durchschlagenden Erfolg hat wohl keiner gerechnet. Einige Experten gehen sogar davon aus, dass Facebook noch viel größer wird als Google. Das soziale Netzwerk ist bereits vor seinem Börsengang teurer als der Suchmaschinengigant danach.

Mark Zuckerberg  (Foto)
Facebook-Gründer Zuckerberg ist über Nacht doppelt so reich wie zuvor. Bild: dpa

Das soziale Netzwerk Facebook wird nach einem Medienbericht auf 50 Milliarden Dollar taxiert. Diese Bewertung beruhe auf einer neuen Investitionsrunde, schrieb die New York Times. Die US-Investmentbank Goldman Sachs bringt demnach 450 Millionen Dollar ein, die russische Investmentfirma Mail.ru (früher Digital Sky Technologies) weitere 50 Millionen Dollar. Zum Vergleich: Der Suchmaschinenriese Google war nach seinem Börsengang im August 2004 rund 27 Milliarden Dollar wert.

Für das amerikanische Time-Magazin war 2010 geprägt vom Siegeszug von Facebook. Es erklärte Gründer Mark Zuckerberg zur Person des Jahres. Das Online-Netzwerk donnerte über die Marke von 500 Millionen Nutzern und hat keinen globalen Konkurrenten mehr. Die einstige Nummer eins MySpace kapitulierte im direkten Wettbewerb und versucht einen Neuanfang als Unterhaltungs-Plattform. Auch in Deutschland will die VZ-Gruppe keinen Wettlauf um Mitglieder mehr, sondern sucht ihr Heil als Nischenangebot.

Jetzt warten Banker und Anleger auf den Facebook-Börsengang - und in der Zwischenzeit wird der Wert des Unternehmens auf dutzende Milliarden Dollar geschätzt. Mit der gigantischen Mitgliederzahl konzentriert sich beim Online-Netzwerk jetzt schon eine Fülle an Informationen über unsere Interessen und Alltagsmomente wie nie zuvor.

Internet-Werbeagenturen reiben sich die Hände in der Hoffnung auf ein gutes Geschäft mit direkt auf den jeweiligen Nutzer zugeschnittenen Anzeigen - deutsche Datenschützer schlagen die Hände über dem Kopf zusammen. Es sei oft nicht klar, was mit den Nutzer-Informationen passiert, warnt der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar. Und räumt ein, dass deutsche Behörden nur wenig tun können - die Daten liegen meist auf Servern in den USA.

tno/ivb/news.de/dpa

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