Zahl der Jobsuchenden sinkt auf 3,19 Millionen
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Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat sich weiter entspannt. Im August sank die Zahl der Jobsuchenden leicht um 4000 auf 3,19 Millionen. Das waren 283.000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Vormittag in Nürnberg mitteilte.
Die Arbeitslosenquote lag unverändert bei 7,6 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie bei 8,3 Prozent gelegen. Diese Zahlen machten deutlich, dass sich der Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt während der Ferienzeit fortgesetzt hat, betonten die Bankenvolkswirte. «Die Abkühlungstendenzen der Weltwirtschaft sind offenbar in Deutschland noch nicht angekommen», stellte etwa Alexander Koch von der HypoVereinsbank in München fest.
Laut der Bundesagentur hat die Nachfrage nach Arbeitskräften wieder das Vorkrisen-Niveau erreicht. «Die Arbeitskräftenachfrage hat sich vom krisenbedingten Einbruch erholt, die Betriebe signalisieren wieder deutlichen Einstellungsbedarf», teilte die Bundesagentur vorab bei der Veröffentlichung ihres Beschäftigungsindex BA-X mit. Der Indikator ist demnach im August um zwei Punkte auf 143 gestiegen; dies ist der höchste Wert seit August 2008.
Zu der schnellen Erholung habe vor allem die Zeitarbeit beigetragen: Gut jede dritte gemeldete Stelle komme derzeit aus der Zeitarbeit. «Aber auch in anderen Branchen wie im Einzelhandel, in der Gastronomie, im Bausektor und im Gesundheits- und Sozialwesen werden zahlreiche Mitarbeiter gesucht», teilte die Bundesagentur mit. Teilweise gebe es schon wieder Probleme, qualifizierte Fachkräfte zu finden.
Ob die Aufwärtsentwicklung auf dem Arbeitsmarkt im selben Tempo wie in den vergangenen Monaten weitergeht, bezweifeln die Bankenvolkswirte. «Das starke Wachstum im ersten Quartal war eine außergewöhnliche Entwicklung. Das kann sich so nicht wiederholen», urteilt etwa Rolf Schneider von der Allianz. Ähnlich sieht das auch sein Kollege Stephen Schneider von der Deutschen Bank: «Ich gehe davon aus, dass der Schwung demnächst nachlässt.» Dennoch dürfte die Arbeitslosigkeit im Spätherbst unter die psychologisch wichtige Drei-Millionen-Marke sinken.
mac/ivb/news.de/dpa
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