US-Behörden ermitteln gegen Manager
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Auch jenseits des Atlantiks wird geschnüffelt: Die Staatsanwaltschaft New York ermittelt gegen hochrangige Manager der HSH Nordbank. Sie sollen den ehemaligen Leiter der New Yorker Filiale diskreditiert haben, um ihn leichter loszuwerden.
Wie der Spiegel vorab berichtet, ermittelt die Bezirksstaatsanwaltschaft von New York gegen hochrangige Manager der HSH-Nordbank, darunter auch Vorstandschef Dirk Jens Nonnenmacher und der derzeit von seinen Aufgaben befreite Chefjustiziar Wolfgang Gößmann. Im Kern gehe es um den Verdacht, dass der ehemalige Leiter der New Yorker HSH-Filiale, Roland K., als Konsument von Kinderpornografie diskreditiert worden sei, um ihn leichter loswerden zu können.
Dabei beruft sich das Magazin auf einen Bericht der Anwaltskanzlei WilmerHale, den die Bank selbst in Auftrag gegeben habe, nachdem sie über das staatsanwaltschaftliche Ermittlungsverfahren unterrichtet worden sei. Weiter heiße es darin: «Es gibt keinen belastbaren Beweis dafür, dass Herr K. die kinderpornografischen Bilder aus dem E-Mail-Account auf seinem Bürorechner genutzt hat. Dagegen gibt es belastbare Indizien, dass Herrn K. eine Falle gestellt wurde.»
Laut Magazin bestreitet Gößmann, «in irgendeiner Weise an einer Aktion beteiligt» gewesen zu sein. Das Magazin zitiert einen HSH-Sprecher mit der Aussage, WilmerHale habe «festgestellt, dass Herr Nonnenmacher sich in diesem Zusammenhang jederzeit pflichtgemäß verhalten hat». Diese Aussage gebe es bei WilmerHale jedoch nicht, berichtete der Spiegel.
«Hier geht es nicht um Aufklärung, sonden um die Beschädigung der Bank»
Die HSH Nordbank reagierte empört: «Wenn erneut Unterstellungen und Verdachtsmomente bewusst breit gestreut werden, ist dies erschütternd. Hier geht es nicht um irgendeine Form der Aufklärung, sondern um die Beschädigung der Bank», teilte Sprecher Frank Laurich mit. Vorstand und Aufsichtsrat hätten bereits in der vergangenen Woche erklärt, dass Vorwürfe gegen die Bank systematisch und konsequent aufgearbeitet würden.
Zugleich erinnerte die Bank an Aussagen vom Donnerstag, denen zufolge der Aufsichtsrat «insoweit uneingeschränktes Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Vorstandes und die Entschlossenheit des Vorstandsvorsitzenden» habe, «derartigen rechtswidrigen Machenschaften Einhalt zu gebieten».
Unterdessen prüft auch die Kieler Staatsanwaltschaft «den Verdacht der falschen Verdächtigung im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens», wie eine Justizsprecherin am Freitag sagte.
hav/cvd/news.de/ddp/dpa
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