Commerzbank plant offenbar Kapitalerhöhung
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Schneller Ausstieg für den Staat möglich? Die teilverstaatlichte Commerzbank könnte einem Bericht zufolge schon im Herbst neue Aktien ausgeben. Ein Sprecher dementierte indirekt, dass es konkrete Pläne gebe.
Der Vorstandschef Martin Blessing setze alles daran, möglichst im Herbst eine erste Kapitalerhöhung durchzuführen, schrieb das Handelsblatt unter Berufung auf Insider. Blessing plane dabei ein Volumen von fünf Milliarden Euro. Es könne aber auch mehr sein, wenn der Markt es hergebe, hieß es. Voraussetzung dafür sei, dass die Stimmung an der Börse gut ist und die Aktienmarkt insgesamt Stabilität zeigt. Gemessen am aktuellen Kurs ist die Bank an der Börse derzeit knapp 7,6 Milliarden Euro wert.
Die Commerzbank hole sich für die Kapitalerhöhung bereits Rat von Investmentbankern. In der Bank selber bespreche bisher aber nur der engste Zirkel um Blessing das delikate Thema, hieß es weiter. Noch seien außer dem Wunschtermin Herbst keine weiteren Details festgelegt.
Mit den Plänen reagiere Blessing auch auf den Druck aus Berlin. Zuletzt hatten mehrere Koalitionspolitiker offen gefordert, aus der Commerzbank wieder auszusteigen. «So schnell wie möglich» wolle er den Staatsrückzug erreichen, sagte auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).
Sprecher dementiert indirekt konkrete Pläne
Ein Commerzbank-Sprecher verwies am Morgen auf Aussagen des Finanzvorstands Eric Strutz bei der Vorlage der Halbjahreszahlen Anfang August. Demnach gibt es keine konkreten Pläne für Kapitalmaßnahmen. Zudem hatte das Institut in Sachen Rückzahlung der Staatshilfen immer mitgeteilt, dass spätestens 2012 mit der Rückzahlung der Staatshilfen begonnen werden solle.
Die Commerzbank war wegen der Übernahme der Dresdner Bank und der Finanzkrise fast zusammengebrochen und musste vom Staat mit einer Kapitalspritze von insgesamt 18,2 Milliarden Euro gerettet werden. Der Staat hält seitdem etwas mehr als 25 Prozent der knapp 1,2 Milliarden Commerzbank-Aktien. Mit dem Geld aus einer möglichen Kapitalerhöhung würde die Bank aber zuerst die Stillen Einlagen des Staates zurückzahlen, um so die Kosten zu drücken.
tno/news.de/dpa/ddp
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