74 Gasversorger ziehen Preise an
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Zum Start der Heizperiode müssen Millionen Kunden in Deutschland mit höheren Gaspreisen rechnen - für andere wird es aber auch günstiger. Ursache für die Preisbewegungen: der Wegfall der Ölpreisbindung.
Ungewohnt viel Bewegung gibt es derzeit bei den Gaspreisen in Deutschland. Für den Herbstbeginn haben nach Angaben des Verbraucherportals toptarif.de bereits 74 Gasversorger Preiserhöhungen angekündigt. Doch wollen gleichzeitig auch mehr als 40 Unternehmen Gas billiger anbieten, wie die Branchenbeobachter mitteilten.
Auf dem deutschen Gasmarkt ist das noch immer ein ungewohntes Bild. «In den vergangenen Jahren waren die Preisanpassungen in der Branche aufgrund der relativ starren Ölpreisbindung sehr einheitlich», berichtet der toptarif-Energieexperte Thorsten Bohg. Das einfache Muster: Der Gaspreis war an den Ölpreis gekoppelt und vollzog dessen Entwicklung mit einer Zeitverzögerung von etwa sechs Monaten nach.
Doch das ist Vergangenheit. «In diesem Jahr lassen sich große Unterschiede in den jeweiligen Preissetzungen ausmachen», urteilt der Experte. Nicht allein der Ölpreis diktiert den Gaspreis, plötzlich hält ein Preiswettbewerb am Markt Einzug.
Der Hintergrund: Durch die Konjunkturkrise und neue Fördermethoden gibt es derzeit eine regelrechte Gasschwemme. Das hat zu einem Preisverfall auf Spotmärkten geführt. Dort wird Gas inzwischen zu Preisen angeboten, die deutlich unter dem liegen, was große deutsche Importeure wie Eon Ruhrgas oder Wingas nach ihren langfristigen - an den Ölpreis gekoppelten - Lieferverträgen an Gasproduzenten wie Russland oder Norwegen zahlen müssen.
Gewinner ist erst einmal der Kunde
Die bislang übliche Machtverteilung auf dem deutschen Gasmarkt wird dadurch gehörig durcheinandergewirbelt. Die etablierten Versorger sehen sich plötzlich einer Vielzahl von Konkurrenten gegenüber, die sich am Spotmarkt billig mit Gas versorgen können und die Gelegenheit nutzen, den Platzhirschen mit günstigen Preisen Konkurrenz zu machen.
Gewinner ist erst einmal der Kunde. Denn er kann, wenn sein Versorger eine Preisanhebung ankündigt und dabei auf die Ölpreisbindung verweist, zu einem Anbieter wechseln, der sich das Gas zu den derzeit günstigen Preisen am Markt beschafft und diesen Preisvorteil an die Kunden weitergibt.
Ungewiss ist allerdings, wie lange sich die Verbraucher noch über günstige Gaspreise freuen können werden. Denn mittelfristig, da sind sich die meisten Experten einig, wird der Gaspreis doch wieder nach oben gehen. Toptarif-Energieexperte Bohg geht - nicht zuletzt aufgrund der Erholung der Weltwirtschaft - sogar davon aus, dass Gaskunden spätestens zum Beginn des kommenden Jahres wieder «flächendeckende Preiserhöhungen» drohen.
mat/news.de/ap
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Gaspreise- teilweise jetzt schon viel zu teuer!Bitte verhalten Sie sich verbrauchergerecht: Sparen wos nur geht-u.ggf.den Anbieter wechseln! Schon wieder wollen die Konzerne den Gaspreis erhöhen mit der Begründung, die Ölpreisbindung falle weg! Zumal aus purer Bequemlichkeit die Gaspreise bisher einfach an den Ölpreis ausgerichtet wurden-warum kann eigentlich keiner begründen!Fakt ist: Wir in Deutschland zahlen jetzt schon die höchsten Gaspreise-wenn ich die Weltmarktpreise vergleiche!Die großen Konzerne schaun eben-wo gibt der Markt höhere Preise her- Gewinnmaximierung ist da vorprogrammiert!
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