Menschgemachter Hunger
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Von news.de-Redakteur Christian Mathea
Artikel vom 17.08.2010
Es ist ein ehrgeiziges Ziel: den Hunger auf der Welt zu bekämpfen. Doch das Projekt, mehr Menschen mit ausreichend Nahrung zu versorgen, droht zu scheitern. Schuld daran ist der Mensch selbst. Sogar über die richtige Lösung für das drängende Problem wird diskutiert.
Die Zahlen sind erschreckend. Nach aktuellen Schätzungen der Welternährungsorganisation FAOFAO steht für Food and Agriculture Organization of the United Nations (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation, eine Organisation der Vereinten Nationen). hungern mehr als eine Milliarde Menschen auf der Welt. Das ist jeder Siebte.
Bis zum Jahr 2015 wollen die Vereinten Nationen die Zahl der Hungernden halbieren. Ein ehrgeiziges Ziel, vor allem deshalb, weil Klimaerwärmung, Naturkatastrophen und die Strukturen der Weltmärkte die Situation eher verschlimmern dürften.
Für die Bekämpfung des Hungers steht die Politik mindestens fünf Herausforderungen gegenüber.
Die industrielle Landwirtschaft ist am Ende
Dass heute überhaupt so viele Menschen auf der Welt leben, liegt an künstlichen Stickstoffdüngern und Phosphaten, die die Landwirte in die Boden geben. Vaclav Smil, Professor an der Universität von Manitoba in Winnipeg, hat beispielsweise ausgerechnet, dass ohne künstlichen Stickstoffdünger mehr als zwei Milliarden Menschen überhaupt nicht ernährt werden könnten.
Die Abhängigkeit von diesen chemischen Dopingmitteln, die für das schnelle Wachstum auf den Felder sorgen, hat aber auch Kehrseiten. Einerseits wird durch steigende Öl- und Gaspreise die Produktion von Dünger teurer - infolgedessen steigen auch die Lebensmittelpreise. Zum anderen nimmt der natürliche Nährstoffgehalt durch den Einsatz von Chemie ab.
WDR-Journalist Wilfried Bommert weist auf weitere Probleme der industriellen Landwirtschaft hin: «Mit Pflug und Bewässerung hat sie bereits weltweit ein Drittel des fruchtbaren Bodens zerstört, die Hälfte der Wasservorräte geplündert und dafür gesorgt, dass wir uns von immer weniger Sorten ernähren müssen», erklärt er auf Anfrage von news.de und warnt vor dem Risiko von Missernten.
Während Nichtregierungsorganisationen (NGO) wie Greenpeace eine Rückkehr zu einer ökologischen Landwirtschaft fordern - und es dafür auch gute Gründe gibt, wie ein Beispiel aus der Schweiz zeigt, sehen die Befürworter der industriellen Landwirtschaft den einzigen Ausweg in der grünen Gentechnik. Konzerne wie Monsanto, Bayer und DuPont versprechen, mit dieser Pflanzentechnologie das Welthungerproblem lösen zu können.
Aber nicht nur die Industrie will Pflanzen im Labor verändern lassen, damit sie resistenter gegen Umwelteinflüsse werden und höhere Erträge bringen. Auch für zahlreiche Politiker ist die grüne Gentechnik der Weg in die Zukunft. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) sagte während eines Vortrages in der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften im Vatikan im Mai: «Ich halte sie für unerlässlich, wenn wir Produktionssteigerung, Ertragssicherung und weniger Chemie auf den Feldern wollen. Mit grüner Gentechnik können wir die Erträge verbessern und die Widerstandskraft der Pflanzen gegen Wasserknappheit, Schädlinge und Krankheiten stärken.»
Auch Forschungsministerin Annette Schavan scheint für die Gentechnik durchaus aufgeschlossen. In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erklärte sie: «Pflanzentechnologie alleine löst zwar nicht das Problem der Welternährung. Meine Überzeugung ist aber: Ohne Pflanzentechnik löse ich es auch nicht, weil es einen dramatischen Zusammenhang zwischen der Abnahme von Anbaufläche und der Zunahme des Bedarfs von Nahrungsmitteln gibt.»
Dass Gentechnik auch ihre Schattenseiten hat, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Sie wird vor allem deshalb kritisiert, weil gentechnisch veränderte Pflanzen eben nicht autark in abgeschlossenen Hallen gedeihen, sondern weil neue Pflanzenformen auch die natürliche Flora in der Nachbarschaft verändern.
Ein weiteres Problem sind die Abhängigkeiten, die durch die Gentechnik entstehen. So warnt Greenpeace davor, dass sich die Konzerne durch Patente auf Saatgut das Monopol über die landwirtschaftliche Produktion und damit über die Ernährung der Welt verschaffen. Langfristig könnten sie so die Preise diktieren.
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Die bayerische Regierung ist ja bekanntlich auch sehr gen-freundlich! So gesehen in den Landkreisen Freising/Erding und Dachau, wo sich genmanipulierte Raps- und Maisfelder sich befinden. Alles von dieser Mafia-Monsanto Firma, denen sollte man ihr Gen-Glump für 1 Jahr selber fressen lassen, dann wäre eine Ruhe! Hier muss ich den Landkreis Miesbach doch sehr loben, der Gen-Technik frei ist.
jetzt antwortenKommentar meldenVollkommen richtig. Monsanto heißt diese skruprllode Firma bei welchen die Aemen ihr Genreis Saatgut, der nix taugt, kaufen müssen. Schweinerei... Seit 1995 wurden ca. 200 0000 Bauern in Indien wegen Überschuldung in den Delbstmord getrieben.
jetzt antwortenKommentar meldenText auf dem Foto ist nicht korrekt. Der Ernteertrag von Reis sinkt, weil dort größte Teil der einheimischen Reissorten aus Indien durch Genreis ersetz wurde, der aber nicht Klima widerstandsfähige ist. Nun müssen die Bauern das Genreis Saatgut teuer bei einer USA Firma kaufen. Seit 1995 haben in Indien schätzungsweise 200 000 Bauern wegen ihrer Schulden Selbstmord gemacht. Früher hatten die Bauern immer zweiverschieden Sorten Reisauf ihren Feldern. Eine die gut bei Hochwasser wuchs und eine die trockenem Wetter gut klar kahm. So blieb ihnen immer eine Tja, und dann mussten die den Genreis
jetzt antwortenKommentar meldenEin-Kind-Familie in den armen Ländern einführen. Wenn man sich hirnlos vermehrt, kann das Essen nicht mehr reichen. Von dem Stück Land, das heute 1 Menschen ernährt, kann ich in 20 Jahren keine 10 und in 50 Jahren keine 100 Menschen ernähren. Die armen Länder, die auf das Betteln bei der UNO angewiesen sind, haben die meisten Kinder. Wenn die für den Lebensunterhalt ihrer Familien selber aufkommen müßten, dann hätten die nur noch 1-2 Kinder.
jetzt antwortenKommentar meldenAlle Jahre wieder kommt die Ansage: Bis zum Jahr X-- diesesmal -2015- wollen wir den Hunger halbieren. So geht das seit Jahrzehnten. Was passiert? Nichts- der Hunger steigt, die Not bleibt. Die Großmäuler reiben sich die Hände an ihrem eigenen Profit.Die ganze Politik ist darauf angelegt, wenigen zu unermesslichen Reichtum zu verhelfen, der Rest vegetiert vor sich hin.Wer glaubt, Monsanto und Co würden das ändern, der irrt. Sie streben die Kontrolle über die Nahrung an, jährlich neues Saatgut kaufen zu müssen, das sichert auf ewige Zeiten die Profite.
jetzt antwortenKommentar meldenWenn man Massenweise Kinder in die Welt setzt in diesen Länder (10 und mehr),und dann nach Hilfe und Hunger schreit,da brauchen die sich nicht zu wundern das sie nichts zum Beißen haben.Erster Schritt wäre Geburtenkonntrolle! Mann stelle sich diese Geburtenexplosion in Deutschland vor! Alle Welt würde uns helfen wie bisher? (Null Hilfe)
jetzt antwortenKommentar meldenWenn man Massenweise Kinder in die Welt setzt in diesen Länder (10 und mehr),und dann nach Hilfe und Hunger schreit,da brauchen die sich nicht zu wundern das sie nichts zum Beißen haben.Erster Schritt wäre Geburtenkonntrolle! Mann stelle sich diese Geburtenexplosion in Deutschland vor! Alle Welt würde uns helfen wie bisher? (Null Hilfe)
jetzt antwortenKommentar meldenMosanto und den Hunger bekämpfen - das ich nicht lache oder lieber heule. Monsanto verändert die Pflanzen so das sie sich nicht mehr selbst fortpflanzen können. Alle Bauern müssen Monsantoveränderte Pflanzen kaufen und nächstes Jahr wieder und übernächstes und ..... Jetzt sag mir einer Monsanto nutzt das nie aus und erhöht die Preise. Warum sind dann heute bereits Hybride-Pflanzen teurer als andere? Dieser Artikel - ein Werbeartikel für die künftigen Oberaufseher auf dieser Erde.
jetzt antwortenKommentar meldenAlle fortschrittlichen Ideen werden durch Pessimisten zunächst blockiert. Die Flora hat sich im Laufe der Erdgeschichte unaufhaltsam gewandelt. Oder wo sind die riesigen Schachtelhalmwälder, die uns heute noch die Kohle liefern, geblieben? Das Hauptproblem wird in der Tat die Monopolisierung sein. Die Bockierer werden die immergrünen Güllespritzer und Windmühlenfetischisten sein.
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