Daimler gibt wieder Gas
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Der Autobauer Daimler fährt auf eines seiner besten Jahre zu: Ende 2010 soll der Gewinn sechs Milliarden Euro erreichen. Bisher war er von einem Jahresgewinn von vier Milliarden Euro ausgegangen worden. Anleger reagierten dennoch enttäuscht.
Der Konzern hob zum zweiten Mal im laufenden Jahr die Gewinnprognose an. Die Kunden kauften nicht nur mehr Autos, sondern orderten auch größere Modelle, mehr Extras und feilschten nicht mehr so hart um Preisnachlässe, wie der Konzern in Stuttgart bei der Vorlage der Zwischenbilanz mitteilte. Zuletzt hatte Daimler im Jahr 2007 mit 8,7 Milliarden Euro Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) ein noch höheres Jahresergebnis abgeliefert. 2008 und 2009 hatte die Finanzkrise Daimler hart erwischt und zeitweilig sogar in die roten Zahlen gedrückt.
«Unsere Strategie zahlt sich aus: Wir haben in allen Geschäftsfeldern beim Absatz und beim Umsatz eine sehr dynamische Entwicklung», sagte Konzernchef Dieter Zetsche.
An den Aktienmärkten wurden die Zahlen allerdings nicht gut aufgenommen: Der Daimler-Kurs fiel in einem insgesamt positivem Umfeld zeitweise um fast vier Prozent und gehörte zu den schwächsten Werten im Aktienindex Dax.
Alle Sparten legen zu
Der Konzernumsatz im zweiten Quartal stieg den Angaben zufolge um mehr als 5 Milliarden Euro oder 28 Prozent auf 25,1 Milliarden Euro. Nach Steuern erzielte der Autobauer einen Gewinn von 1,3 Milliarden Euro nach einem Verlust von knapp 1,1 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Damit setzte Daimler die starke Gewinnentwicklung der ersten drei Monate fort. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) lag bei 2,1 Milliarden.
Im zweiten Quartal wurde der Gewinn den Angaben zufolge besonders vom guten Auto-Absatz getragen. Vor allem die inzwischen voll verfügbare E-Klasse soll die Erträge weiter treiben. Im Gesamtjahr erwartet Daimler 4 Milliarden Euro Vorsteuergewinn allein von der Autosparte. Wesentliche Faktoren für das Ergebnis sind boomende Absätze vor allem in China und den USA. Probleme macht weiter der Kleinwagen Smart, der am Ende des Modellzyklus steht.
Auch andere Geschäftsfelder wie Lastwagen entwickelten sich positiv und verbesserten den Ertrag. Die Lkw-Sparte soll einen Milliarde Euro einfahren, die Kleinlieferwagen 350 Millionen Euro und die Busse 180 Millionen Euro. Von der Finanztochter erwartet Daimler 800 Millionen Euro.
Börse: Gewinnprognose bereits «eingepreist»
Der weltweite Absatz von Autos und Lastwagen erhöhte sich im Jahresvergleich um 27 Prozent auf 496.500 Fahrzeuge. Die Zahl der Mitarbeiter im Konzern lag mit 257.658 nahezu auf Vorjahresniveau. In Deutschland beschäftigt der Autobauer 163.507 Menschen (Vorjahr: 162.818). Aufgrund der brummenden Märkte wurde die Kurzarbeit bei Daimler Ende Juni nahezu beendet.
Die Börse belohnte Daimler für seine Präsentation jedoch nicht. Die Titel des Konzerns verloren zeitweise fast vier Prozent auf rund 41,50 Euro und waren damit Dax-Schlusslicht. Die angehobene Prognose habe nur leicht über den Markterwartungen gelegen, begründeten Händler den Trend.
mac/news.de/ap
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jetzt antwortenKommentar meldenAber Daimler werke in Düsseldorf ist immer noch am schlafen,ich frage mich wann wacht die endlich?...
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