Deutsche Wirtschaft in Partylaune
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Eigentlich hatten alle mit schlechten Zahlen gerechnet. Stattdessen stieg das wichtigste Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft so stark wie nie seit der Wiedervereinigung. Ifo-Chef Hans-Werner Sinn erwartet positive Folgen für den Arbeitsmarkt.
Das Geschäftsklima der deutschen Wirtschaft hat sich im Juli entgegen den Erwartungen massiv aufgehellt. Wie das Münchener Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung im Rahmen seines monatlichen Konjunkturtests mitteilte, stieg der Geschäftsklimaindex auf 106,2 Punkte, nachdem er im Vormonat bei 101,8 gelegen hatte. «Diese Zunahme ist der größte Sprung nach oben seit der Wiedervereinigung Deutschlands», sagte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. «Die deutsche Wirtschaft ist wieder in Partylaune.» Volkswirte hatten hingegen eine Abnahme auf 101,5 erwartet.
«Die Unternehmen berichten von einer erheblich besseren Geschäftslage als im vergangenen Monat», sagte Sinn. In der Industrie, aber auch im Großhandel, im Einzelhandel und im Bauhauptgewerbe habe sich das Geschäftsklima aufgeheitert. In der Industrie liege etwa die Kapazitätsauslastung nur noch leicht unterhalb des langjährigen Durchschnitts. Dies werde sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar machen. «Die Personalplanungen der Unternehmen sind günstiger als bisher und deuten auf einen leichten Beschäftigungsaufbau hin», sagte Sinn.
Der kräftige Anstieg des Geschäftsklimaindex signalisiert für Ifo-Konjunkturexperten Klaus Abberger eine «recht robuste Aufwärtsbewegung» der deutschen Wirtschaft. «Nach dieser harten Krise, die hinter uns steckt, können wir nun doch durchatmen», sagte Abberger der Wirtschaftsnachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Die Aufwärtsrevision vieler Prognosen, wie es momentan geschehe, erscheine inzwischen gerechtfertigt.
Auch für das Ifo-Institut gelte, dass einige der Indikatoren, die der eigenen Prognose eines Anstieges des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 2,1 Prozent im laufenden Jahr zugrunde gelegt worden seien, nun etwas positiver ausfielen als zunächst angenommen. «Von daher sehe ich auch bei uns, dass die 2,1 Prozent eher der untere Rand sind», sagte er. Das Frühjahr 2010 sei für die Wirtschaft ein sehr, sehr gutes Frühjahr gewesen. Die Erholung zeige sich in der gesamten Wirtschaft und in allen Branchen, im Bau, im Handel wie auch in der Industrie.
Der fünfte Anstieg in Folge
Zum fünften Mal in Folge beurteilten die Umfrageteilnehmer ihre aktuelle Geschäftssituation günstiger. Der Index zur Beurteilung der aktuellen Lage der befragten Unternehmen legte im Juli auf 106,8 Punkte zu, im Vormonat hatte er bei 101,2 notiert. Ökonomen hatten mit einem Anstieg auf 101,9 gerechnet. Auch die Geschäftsentwicklung in den kommenden sechs Monaten schätzten die befragten Unternehmen optimistischer ein. Die Erwartungskomponente stieg auf 105,5 nach 102,5 im Vormonat. Hier hatten Ökonomen einen kräftigen Indexrückgang auf 101,4 Zähler erwartet.
Der monatlich unter rund 7000 Unternehmen erhobene Ifo-Geschäftsklimaindex ist das wichtigste Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft.
che/news.de/ddp/dpa
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kaffeesatzleserei, ein hoffnungsbarometer sozusagen für den bürger natürlich der fragebogen wird natürlich nur an bestimmte leute geschickt, dem eisbudenverkäufer werden die sicherlich nicht im herbst fragen "na wie siehts wohl nächstes jahr aus..."
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