BP sammelt Geld durch Verkäufe
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Das Bohrloch im Golf von Mexiko scheint vorerst dicht. Das jetzt gefundene Leck soll von einer anderen Quelle stammen. Um die Milliardenforderungen an die Opfer der Ölkatastrophe zahlen zu können, verkauft BP Öl- und Gasfelder.
Ein Ölleck in der Nähe des kürzlich abgedichteten Bohrlochs im Golf von Mexiko hat nach Angaben der US-Regierung nichts mit der Katastrophen-Quelle zu tun. Der Krisenmanager der Regierung, Thad Allen, sagte, in einem Radius von gut drei Kilometern befinde sich noch eine weitere Ölquelle, die aber außer Betrieb sei. Allen zufolge sind zudem fünf weitere Lecks in näherer Umgebung der Verschlusskappe. Sie seien aber sehr klein - «nicht unähnlich einem Ölleck, das Sie vielleicht in ihrem Auto haben» - und ebenfalls kein Anzeichen dafür, dass die Quelle undicht ist.
Seit Donnerstag hindert eine Auffangvorrichtung über dem defekten Bohrloch das Öl daran, ins Meer zu strömen. Mehrere Aussickerungen haben aber immer wieder die Befürchtung aufkommen lassen, der Verschluss könne neue Lecks im Untergrund hervorrufen - und die Katastrophe noch verschlimmern. Allen ordnete an, dass BP die Kappe einen weiteren Tag testen darf.
Die Erkenntnis, dass in der Nähe auslaufendes Öl aus einer anderen Quelle stammt, dürfte indes für Erleichterung sorgen. Sie macht aber auf ein anderes Problem aufmerksam: Eine Untersuchung der Nachrichtenagentur AP hat ergeben, dass die rund 27.000 aufgelassenen Quellen im Golf bisher nicht auf Lecks überprüft werden.
BP verkauft Unternehmensteile an US-Ölunternehmen
Der BP-Konzern verkauft unterdessen einige Geschäftsfelder an ein US-Unternehmen, um die hohen Kosten durch die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko decken zu können. Das US-Ölunternehmen Apache zahle 7 Milliarden Dollar (5,5 Milliarden Euro) für Anlagen und Geschäftsteile in den USA, Kanada und Ägypten, teilte BP mit. Der Erlös solle in einen 20 Milliarden Dollar schweren Entschädigungsfonds für die Opfer der Ölpest fließen. Der Konzern hatte bereits angekündigt, innerhalb von zwölf Monaten Anteile im Wert von bis zu 10 Milliarden Dollar zu verkaufen.
BP zeigte manipuliertes Foto
Der Konzern BP hat ein manipuliertes Foto veröffentlicht, das den Eindruck enormer Geschäftigkeit im für die Ölpest zuständigen Katastrophenzentrum erweckt. Das Bild, das am Wochenende auf der Website des Unternehmens zu sehen war, zeigt Mitarbeiter in Houston, die auf zehn gigantische Videoschirme mit Bildern von den Ereignissen unter Wasser blicken. Zwei der Bildschirme seien allerdings leer gewesen, räumte BP-Sprecher Scott Dean ein.
Ein Fotograf des Konzerns habe das Bild mit Hilfe von Photoshop verändert. Das Original wurde am Montag gezeigt, nachdem ein Blogger von Unstimmigkeiten berichtet hatte. BP-Sprecher Dean sagte, der Fotograf habe nur seine Photoshop-Kenntnisse unter Beweis stellen wollen. Die Mitarbeiter seien angewiesen worden, das Bildbearbeitungsprogramm nur für Veränderungen wie Farbkorrekturen oder das Erstellen von Ausschnitten zu verwenden.
cvd/ivb/news.de/ap
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