Metro baut 900 Stellen ab
Wollen Sie wissen, wie es bei dem Thema weitergeht?Wir informieren Sie gerne kostenlos.
Der Handelsriese Metro baut im zuletzt schwächelnden deutschen Großhandelsgeschäft rund 900 Arbeitsplätze ab. Bis Oktober sollen vier Großmärkte in Halle, Berlin und Rostock geschlossen oder verkauft werden.
Für die vier Standorte gebe es trotz aller Bemühungen keine Perspektive, sagte der Metro-Vertriebschef in Deutschland, John Rix. Außerdem sollten die Vertriebslinien Metro Cash & Carry und C+C Schaper zusammengelegt werden. Dabei werde die Zentrale von C+C Schaper aufgelöst.
Die Maßnahmen sind Bestandteil eines Restrukturierungspakets, mit dem Deutschlands größter Handelskonzern das Großhandelsgeschäft in der Bundesrepublik wieder auf profitables Wachstum trimmen will. Ziel bleibe es, das Ergebnis bis 2012 auf rund 150 Millionen Euro zu steigern, hieß es.
Verdi: «Vollkommen unverständlich»
Kritik kam von ver.di. Wer sich auf ein bestimmtes Marktsegment mehr konzentrieren wolle, müsse eher Beschäftigung auf- statt abbauen und neue Einkaufsmöglichkeiten schaffen anstatt sie zu dezimieren, sagte eine Gewerkschaftssprecherin. Nachdem der Konzern bereits im vergangenen Jahr 1200 der insgesamt 15.000 Jobs gestrichen habe, folge nun die nächste Enttäuschung für die Metro-Belegschaft. «Dabei ist vollkommen unverständlich, wie ohne kompetentes Personal Wachstum erzeugt werden soll», sagte die Sprecherin.
Die Metro-Großhandelssparte beschäftigt nach eigenen Angaben deutschlandweit derzeit mehr als 15.000 Mitarbeiter in insgesamt 61 Großmärkten.
mat/reu/news.de/ap
Zum Thema
Thema verfolgen »
Artikel kommentieren
Nicolas Berggruen kauft Karstadt. Doch der Deal ist an Bedingungen mehr ...
Investor Berggruen hat den Zuschlag für die insolvente Warenhauskette mit 25.000 Beschäftigten mehr ...
Der Kaufvertrag für Woolworth wurde unterschrieben. Auch für Kaufhof gibt es fünf mehr ...
Guter Jahresauftakt: Metro konnte im ersten Quartal Umsatz und Ergebnis mehr ...
Deutsche überschwemmen den französischen Markt. Was tun? Der satirische mehr ...
Der Pleite-Konzern Karstadt kann verkauft werden. Der Steuerzahler blecht dafür mehr ...