Gastronomie Krise und Winter vermiesen das Geschäft

Die Wirtschaftskrise und der harte Winter haben den Gastwirten und Hoteliers in Deutschland das Geschäft vermiest. Um die Verluste wieder gut zu machen, fordern die Wirte längere Öffnungszeiten für die Freiluftgastronomie.

Starke Einbußen bei Gaststätten und Hotels (Foto)
Leere Tische und Stühle in einem Straßencafe in Schwerin. Bild: dpa

Knapp 55 Prozent der Gastronomen und gut 56 Prozent der Hotels haben von Oktober bis März weniger umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Das ergab der neue Branchenbericht des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga.

Verbandspräsident Ernst Fischer sagte: «Bürger wie Unternehmen traten angesichts der dramatischen Entwicklungen 2009 auf die Sparbremse. Das bekamen Gastronomen und Hoteliers voll zu spüren.» Für das Gesamtjahr 2010 rechnet der Verband bestenfalls mit einer Stagnation auf sehr niedrigem Niveau.

Aktuell verschärft zudem der kühle Frühling die Lage. «Das kalte und nasse Frühjahr verhagelte uns das Open-Air-Geschäft», sagte Fischer. Wie eine Blitzumfrage ergab, setzten 87,1 Prozent der Unternehmer in den Frühjahrswochen 2010 weniger unter freiem Himmel um als im gleichen Zeitraum im Krisenjahr 2009. Knapp jeder vierte Gastronom (23,1 Prozent) machte fast gar keinen Umsatz, 15,4 Prozent berichten von gefallenen Umsätzen zwischen 60 und 80 Prozent, ebenso viele mussten Einbußen in Höhe von 40 bis 60 Prozent verkraften. Gut 28 Prozent meldeten Umsatzverluste zwischen 20 und 40 Prozent.

«Bei winterlichen Temperaturen blieben viele Außenterrassen und Biergärten an den Wochenenden und den traditionell umsatzstarken Feiertagen wie Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten leer», erklärte Fischer. Für die Betriebe sei das eine Katastrophe.

Umso wichtiger sei es, dass die Politik die Öffnungszeiten der Freiluftgastronomie den Bedürfnissen der Gäste anpasse. Unternehmer müssten die Chance bekommen, an den wenigen lauen Sommerabenden ihre Gäste bis 24 Uhr zu bedienen, mehr Umsatz zu machen - und so etwas von den Verlusten aufzuholen.

Der Branchenverband der Hoteliers und Gastronomen vertritt 240.000 Betriebe, die einen Jahresnettoumsatz von gut 57 Milliarden Euro erwirtschaften.

mat/reu/news.de/ap

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Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • Esther Birdow
  • Kommentar 2
  • 07.06.2011 15:05

Ich habe auf dieser Webseite eine gute Liste gefunden, die die relevanten Gastronomieverkäufer auflistet. So konnte ich mich sehr gut über den jetzigen Handel für Küchengeräte belehren und ich habe mich daraufhin für einen seriösen und preiswerten Verkäufer entschieden. Ohne diese Rangliste würde ich sicherlich viel Geld fürdeutlich schlechtere Gastronomiegeräte bezahlen.

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  • Esther Birdow
  • Kommentar 1
  • 07.06.2011 15:04

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