Ölpreis unter Druck
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Nach den Börseneinbrüchen gerät auch der Ölpreis in Bedrängnis. Der Preis fiel auf 82,24 Dollar für das Barrel. Händler sind besorgt, dass die Griechenland-Krise den Ölbedarf dämpfen könnte. Auch der deutsche Aktienmarkt ist belastet.
Die Griechenlandkrise und die folgenden Börseneinbrüche haben auch den Ölpreis unter Druck gesetzt. Am Mittwoch fiel der Preis auf 82,24 Dollar für das Barrel (159 Liter). Vor drei Wochen hatte Öl mit mehr als 87 Dollar einen Höchststand erreicht.
Ölhändler sorgen sich, dass die Probleme sich ausweiten und die gesamte weltwirtschaftliche Erholung abwürgen könnten. Das könnte wiederum den Ölbedarf dämpfen.
Die Spritpreise haben unterdessen binnen einer Woche kräftig angezogen. Superbenzin kostete am Dienstag 1,45 Euro und damit 2,7 Cent mehr als eine Woche zuvor, wie der ADAC in München mitteilte. Diesel verteuerte sich sogar um 3,4 Cent auf 1,26 Euro. Zwar gehe die Erhöhung mit einem Anstieg des Ölpreises und Sinken des Euro einher, das aktuelle Preisniveau sei aber weiterhin deutlich überhöht, kritisierte der Automobilclub.
Märkte mit voller Wucht getroffen
Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch im Sog anhaltender Sorgen über die Verschuldung in der Eurozone zum zweiten Mal in Folge Verluste erlitten. Gute Unternehmenszahlen aus den USA aber hätten das Minus gedämpft, sagten Händler. Der Dax fiel zuletzt noch um 0,38 Prozent auf 6136 Punkte. Der MDax gab um 0,61 Prozent auf 8292 Punkte nach. Der TecDax verlor 1,91 Prozent auf 805 Punkte.
Ein positiver Grundton in der Berichtssaison hatte der bedrohlichen Haushaltslage in Griechenland und Portugal nichts entgegenzusetzen. Aus Regierungskreisen hieß es, dass die bisher veranschlagten 45 Milliarden Euro an Finanzhilfen möglicherweise nicht ausreichen werden. «Die Märkte sind mit voller Wucht von der Problematik in den angeschlagenen EU-Ländern getroffen worden», sagte Chefhändler Matthias Jasper von der WGZ Bank. In den vergangenen Tagen sei dies «doch etwas unterschätzt» worden. Das zu verarbeiten, dürfte nicht allzu leicht werden und könnte nun weitere Kreise ziehen. Es drohe eine Ausweitung auf die Portfolios der Versicherer und Hypothekenbanken, die ja angeblich ihre Risiken heruntergefahren haben. «Statt Aktien schlummern darin nun möglicherweise auch leidende Anleihen», warnte Jasper.
hav/ivb/news.de/ap/dpa
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