Dresden und Saarbrücken am teuersten
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Vor Ostern ziehen die Preise an den Zapfsäulen in Deutschland kräftig an. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz, das scheinbar auf keiner logischen Erklärung beruht. Der Ölpreis jedenfalls kann keine Erklärung sein.
Wenige Wochen vor Ostern sorgen neue Jahreshöchststände bei den Kraftstoffpreisen für Unmut unter Autofahrern. Der ADAC hält die Kraftstoffpreise in Deutschland derzeit für extrem überteuert. Der Preis für Superbenzin kletterte vereinzelt auf 1,469 Euro pro Liter, wie die monatliche ADAC-Untersuchung der Kraftstoffpreise an Markentankstellen in 20 deutschen Städten ergab. Der Dieselpreis sei teilweise auf 1,239 Euro angestiegen.
Die teuersten Städte sind laut ADAC Dortmund, Dresden und Saarbrücken mit einem Benzinpreis von 1,469 Euro. Am günstigsten tanken die Autofahrer derzeit in Stuttgart und Köln mit Benzinpreisen von 1,407 Euro beziehungsweise 1,408 Euro. Teuerste Dieselstädte sind Saarbrücken und Dresden mit Preisen von 1,239 Euro. Noch am günstigsten kommen Dieselfahrer derzeit in Stuttgart weg. Dort kostet Diesel nur 1,179 Euro.
Der Autoclub ACE kritisiert, dass der Preis für ein Barrel Rohöl (159 Liter) vor der Krise, im Jahr 2008, noch auf dem Rekordhoch von 150 Dollar gelegen habe und damals an der Zapfsäule 1,30 Euro pro Liter Superbenzin verlangt worden seien. Im Moment liegt der Preis für ein Barrel, unter anderem wegen der anhaltenden Dollar-Stärke, bei nur 81,97 Dollar.
Die Argumentation der Anbieter
Der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) rechtfertigt die Preisentwicklung mit den Einkaufspreisen am Großmarkt für Benzin in Rotterdam sowie den ersten Verlusten im Raffineriegeschäft seit sieben Jahren. Am Ölmarkt werde außerdem auf steigende Nachfrage spekuliert, weil im Frühjahr die Autosaison in den USA («driving season») beginnt und mit einer konjunkturellen Erholung gerechnet wird.
«Der Deckungsbeitrag lag im Juli 2008 bei 10,4 Cent je Liter und liegt heute bei 10,6 Cent», sagte MWV-Sprecherin Karin Retzlaff in Berlin. Das ist der Betrag, der übrig bleibt, wenn Mehrwert- und Mineralölsteuern und die Kosten für den Einkauf des Kraftstoffs bezahlt sind. Davon müssten die Unternehmen die Kosten für Transport, Logistik, Energie, Personal und anderes abdecken, sagt sie. Als Gewinn bleibe am Ende ungefähr ein Cent je Liter nach Steuern.
Der Deckungsbeitrag ist jedoch in den vergangenen vier Jahren kräftig angestiegen. Im Januar 2005 lag er bei 4,7 Eurocent je Liter und heute bei knapp 10 Cent. Wie hoch der Gewinn dabei wirklich ist, bleibt ein Geheimnis der Konzerne.
Gibt es genügend Wettbewerb?
Zu dieser Frage existieren gegensätzliche Ansichten. Nach Angaben des MWV sei der Wettbewerb zwischen den Tankstellen und Konzernen sehr hoch. Der MWV untermauert diese Behauptung mit den angeblich niedrigen Benzinpreisen in Deutschland, die ohne die Steuern gerechnet unter dem europäischen Durchschnitt lägen.
Doch es ist hinlänglich bekannt, dass sich die Tankstellen gegenseitig beobachten und die Preise sofort angleichen, wenn die Konkurrenz ihre Preise ändert. Der einzelne Pächter hat darauf keinen Einfluss, die Entscheidungen werden meist in den Hauptzentralen gefällt, von wo aus die Preise an den Zapfsäulen zum Teil ferngesteuert werden.
Das Bundeskartellamt untersucht derzeit die Preisgestaltung der großen Anbieter. Man wolle herausfinden, ob es auffällige Regelmäßigkeiten oder Feiertagseffekte gebe, sagte ein Sprecher der Behörde dem Radiosender MDR INFO. Außerdem werde geprüft, ob ein Preisanstieg schneller an die Autofahrer weitergegeben werde als eine Preissenkung. Bislang gebe es aber keine Hinweise auf unerlaubte Absprachen.
mat/ivb/news.de/ddp/dpa/ap
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Wie schon gesagt - immer das gleiche Lied(Leid) - Von der Regierung und den Konzernen alles nur Scheingefechte - die Drecksäcke sind sich doch weitgehend einig und kochen die Autofahrer ab. Dies passt doch letztendlich in diese verlogene Klimapolitik mit herein. Der kleine Mann muß blechen oder er darf das Klima schützen...wenn er aus Kostengründen ggf. nicht in Osterurlaub fährt. Promt hat die Bahn über Ostern für ICE auf 22 Euro quer durch die Republik die Preise gesenkt..."reiner Zufall" heisst der Patient ! Die gehören alle in einen Sack...und boing !
jetzt antwortenKommentar meldenIst doch alles nur Geschwafel von den Mineralölkonzernen. Ich habe fast den Eindruck, dass die Bundesregierung die Konzerne zu Preiserhöhungen ermuntert, um hohe Steuereinnahmen zu haben. Helfen kann hier nur wie vor 35 Jahren schon einmal der Aufruf zum "autofreien Sonntag" oder sogar Wochenende.
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