Ausreden und Alarmsignale
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Von news.de-Redakteur Konrad Rüdiger
Artikel vom 18.03.2010
Junge Menschen denken oft nicht an eine ausreichende Vorsorge fürs Alter. Doch dafür gibt es viele Gründe - und entsprechend viele Möglichkeiten, doch noch rechtzeitig einen guten Draht zur eigenen Zukunft aufzubauen.
Junge Menschen sorgen häufig nicht ausreichend für das Alter vor. So hatten einer Studie der Postbank zufolge im vergangenen Herbst rund 28 Prozent der Berufstätigen bis 29 Jahre einen Riester-Vertrag, der die Zahlungen der gesetzlichen Rentenversicherung aufstockt. Die zögerliche Vorsorge kann viele Ursachen haben, sie drückt sich aber explizit in knackigen Argumenten aus, die genutzt werden, um die Verweigerung zu begründen. Wir haben sieben dieser kurzen Argumente zusammengetragen.
«Zu wenig Geld!»
Das stimmt sehr oft. Wer noch in einer Ausbildung ist, studiert oder gerade die ersten Schritte im Berufsleben macht, hat oft keine finanziellen Möglichkeiten, regelmäßig etwas für den noch lang entfernten Ruhestand zurückzulegen. Doch auch kleine Beträge helfen beim Vorsorgen. Denn wer früh, aber regelmäßig einzahlt, vermeidet den Spätstart, der in einer späteren Lebensphase teurer wird. Denn dann werden größere Beträge fällig, um eben doch noch vorsorgen zu können. Auch 25 Euro im Monat können ein guter Start sein, man sollte sich aber auf keinen Fall fest an höhere Beträge binden, die man nicht zahlen kann.
«Keine Zeit!»
Ein guter Einwand. Denn eine gute Altersvorsorge erfordert viel Aufwand. Sie will gut geplant und gut durchdacht sein. Information ist eben auch in diesem Fall alles. Und der Gedanke an ein Beratungsgespräch mit einem Finanzberater bei einer Bank oder Versicherung erschreckt viele im ersten Moment. Doch es gibt viele andere Möglichkeiten, sich zu informieren. Warum nicht ganz galant das Medium nutzen, mit dem junge Leute sowieso die meiste Zeit verbringen? Im Internet gibt es viele Anlaufpunkte, die erst einmal die Grundlagen über Riester-Rente, Immobilien, Sparpläne und Lebensversicherungen bereithalten. Und zweitens schadet es nicht, wenn man ganz erwachsen einem Freund oder Bekannten die Frage stellt, wie das eigentlich geht mit der Altersvorsorge. So viel Zeit geht dabei nämlich gar nicht drauf.
«Ich weiß doch auch nicht, wo es hin geht!»
Wer sich nicht gerade für den höheren Dienst in einer Behörde bewirbt, kann sich heutzutage selten sicher sein, wo einen der Arbeitsmarkt in ein oder zwei Jahren hin spült. Daraus resultiert oft eine große Unsicherheit, wie die Lebensverhältnisse kurzfristig aber eben auch auf viele Jahre hinaus aussehen werden. Die drängenden Fragen klingen dann in etwa so: Reichen die Finanzen? Was passiert, wenn ich einmal arbeitslos werde? Doch auch wer heute da und morgen dort arbeitet, will auch nach Erreichen des Rentenalters seine Ansprüche nicht zurückschrauben. Vielleicht ist es ja sogar ein Ziel, auch in der Rente noch etwas von der Welt zu sehen, außer den ewig gleichen Büros und Konferenzräumen, die auf der ganzen Welt ähnlich aussehen.
«Ach, bis dahin ist noch so lange Zeit!»
Wer dies denkt, spielt sehr früh in seinem Leben mit der Gefahr, sein Alter in Armut zu verbringen. Einer Forsa-Umfrage zufolge glaubt fast die Hälfte der Erwachsenen unter 36 Jahren, zu wenig für die Altersvorsorge zu tun. Diesen Selbsttest kann man ganz schnell durchspielen. Und wenn er negativ ausfällt, hat man zwei Möglichkeiten. Es weiter auf sich zukommen lassen oder eben einige freie Minuten oder Stunden damit zu verbringen, alle möglichen Kanäle anzuzapfen, um egoistisch, oder noch besser: langfristig egoistisch zu denken.
«Die wollen ja nur ein Geschäft mit mir machen!»
Ja, richtig. Aber es gehören immer zwei dazu. Wer ein Geschäft nicht will, weil er sich über den Tisch gezogen fühlt, muss eben darauf bestehen, ein anderes abzuschließen. In diesem Fall eine Altersvorsorge, die passt. Die nicht zu viele Gebühren und Provisionen verschlingt. «Wer als junger Anleger jährliche Kosten von zwei Prozent einspart, kann langfristig eine doppelt so hohe Altersrente erwarten. An solchen Verträgen verdienen die Anbieter aber viel weniger, deshalb werden sie nicht verkauft», sagt Niels Nauhauser, Verbraucherzentrale Baden-Württemberg im Handelsblatt. Wenn man also in ein Gespräch geht: Selber etwas wollen, sich gut vorbereiten und selbstbewusst auftreten.
«Das ist mir alles viel zu viel!»
Diese Ausrede zählt wenig. Denn genau das ist das Spannende: Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, in die eigene Zukunft zu investieren. Sesshafte können ins eigene Heim investieren, andere gehen strategisch durchdacht an die Börse, wieder andere bevorzugen konservative Sparpläne und nicht zuletzt stehen viele staatliche Zuschüsse in Aussicht, wenn man es clever anstellt. Und diese gehen einem tatsächlich durch die Lappen, wenn man zögert. Und wenn es die Möglichkeit ergibt, warum nicht in der eigenen Firma mal nachfragen, ob es eine betriebliche Altersvorsorge gibt. Die spart Steuern und macht so den Weg zum Zur-Seite-legen noch einfacher.
«Ich kriege doch eh keine Rente, wenn ich alt bin!»
Das wiederum ist keine Ausrede, sondern ein ernst zu nehmendes Alarmsignal. Erstens kann man sich darüber schlau machen, ob das stimmt oder nicht. Wer gesetzlich rentenversichert ist, dem gibt die Deutsche Rentenversicherung Auskunft. Und wenn das Gefühl trotzdem bleibt, sollte es unbedingt der letzte und energischste Ansporn sein, eben genau diesem Gefühl vorzubeugen. Es sei denn, man möchte unbedingt im hohen Alter zu einer kargen Rente weiter hinzu verdienen.
mat/ivb/news.de
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Es ist ein Skandal was in Deutschland mit den Rentnern seit Jahren gemacht wird. Alle die Gehälter und Löhne und alle Beamten- und Politiker-Renten werden jährlich zumindesten um die Inflationsrate erhöht. Die 40 Millionen Rentner werden wenn es gut geht alle Paar Jahre mit ein paar Prozent Erhöhung abgespeist, obwohl viele über Jahrzehnte eingezahlt haben. Alle Renten müssten automatisch jedes Jahr mindestens um die Inflationrate erhöht werden, ansonten ist das eine stille Rentenkürzung und Altersarmut folgt. In den meisten EU-Länder ist das so. Die Erhöhung käme auch den Jungen zugute.
jetzt antwortenKommentar meldenIch bin mir zwar nicht ganz sicher ob die Regelungen in Deutschland so aussehen aber in Österreich sollte man sich die staatliche geförderte Pensionsvorsorge genau überlegen denn: alles was man weg legt ist dann auch auf mindesten 15 Jahre einmal weg oder mehr-wenn man sein Geld auf einmal zurückhaben will bekommt man nur noch die Hälfte der staatlichen Prämie und muss dann auch von diesem Rest noch die KEST zahlen-da bleibt nicht mehr viel übrig; und die einzige Alternative wären dann die monatlichen Auszahlungen nach Sterbetafel-also wer will auf sich selbst wetten um alles wieder zu kriegen
jetzt antwortenKommentar meldenWir wissen doch heute nicht, welches Zahlungsmittel wir morgen haben werden. Die D-Mark gab es 52 Jahre lang. Vom heutigen Euro glaube ich nicht, dass er die 20-Jahre-Marke schaffen wird. Griechenland ist nicht der einzige Wackelkandidat. Man schaue sich doch nur die jetzt vorgelegten Haushaltszahlen und die Neuverschuldung an. Somit alles nur eine Frage, wie sich die Politiker an der Wahrheit vorbei lügen. Mit der nächsten Währung werden die jetzt abgeschlossenen Verträge der privaten Versicherer nur noch Papierwert haben, mit denen man sich dann den A... abwischen kann.
jetzt antwortenKommentar meldenIch hatte Arbeitskollegen, die schon mit 56 Jahren in die Fruehrente zu gehen, fast gezwungen wurden. Nachdem ihnen das besonders schmackhaft gemacht wurde, mit Sozialplan und Abfindungen willigten sie schliesslich ein. Heute kann sich das keiner mehr vorstellen und wie Sie selbst sagen, rechnen Sie mit dem Renteneintritt erst im Alter von 67 Jahren. Nun muss ich Ihnen Recht geben, bei so einer Turbulenz und Ungewissheit gibt es kaum noch eine sichere Zukunft.
jetzt antwortenKommentar meldenIch gehöre zwar nicht mehr zur Jugend (obwohl ich mich jung fühle :-)) und habe private Vorsorge getroffen, denn ich bin slbständig und kriege eh keine Rente. Aber ich frage mich, ob ich mit 67 dann auch tatsächlich meine private Rente bekomme und was ich mir dann davon überhaupt noch kaufen kann - es sind nämlich noch mehr als 20 Jahre und was bis dahin ist, weiss doch nur der liebe Gott. Ich verstehe also jeden, der noch jung ist und sich nicht um Altersvorsorge kümmert.
jetzt antwortenKommentar meldenMit Konrad Adenauer fing das Ganze an. "Was kümmert mich mein saudummes Geschwätz von gestern?"
jetzt antwortenKommentar meldenIch gehe als Selbstständiger mal davon aus, dass ich auch nach 65 noch an zwei bis drei Tagen in der Woche das an Arbeit mache, was ich gerne machen. Das soll ja auch jung halten. Plünderwichser sind nach meinem Verständnis Menschen, die sich zum Zweck ihrer Begierde an der Wahrheit vorbei lügen, und in ihrem Sinne Gesetze und Verordnungen so zurecht biegen, dass es ihrem Vorhaben und Wohlergehen dient. Die Renten sind eigentlich zweckgebundene Mittel. Man betrachte sich die Verwendung. Die, die nichts dafür aufwenden mussten, leben am besten davon. Die haben nicht einen Cent davon erarbeitet.
jetzt antwortenKommentar meldenHallo, Klimbim! Eine Zusatzrente ist aber, egal wie, erforderlich. Die gesetzliche Rente ist nicht ausreichend. Ich glaubte es frueher auch nicht, aber wenn ich keine Betriebsrente gehabt haette, wuerde ich heute nackend in den Erbsen stehen. Aber nun noch eine Frage zu Deinem Kommentar, was ist denn ein Pluenderwichser? Das habe ich noch nie gehoert! Mal wieder was Neues (hahaha)
jetzt antwortenKommentar meldenEs muß Schluß sein, das IRGENDWELCHE, das noch vorhandene Steuergeld und das was noch rein kommt, für irrsinnige Dinge ausgegeben wird , incl, Diäten der sogenannten Politiker. Diese sollten auch ab sofort nur 1/10 bekommen, dann wird das " Preisleistungsverhältnis " etwa stimmen ! Diese Euros sind enorme Summen, die dem Volke entwendet werden plus ihren Vergünstigungen !. Weil ich jetzt nebenbei gerade die Nachrichten höre, ich könnte die Axt reindonnern !!! Frechheiten nimmt sich die Abgehobene Gesellschaft raus ! So nach die Prinzen, DU MUßT EIN SCHWEIN SEIN AUF DIESER WELT. VOLLTREFFER !
jetzt antwortenKommentar meldenDer Lebensstil der Altvorderen hat das Bild über Jahre geprägt, daß ordentlich konsumiert wird, in kürzester Zeit viel zu erleben wie Reisen in die Länder, wo man sich vermeintlich wohlfühlen kann, nur an die nächsten zwei bis 5 Jahre denken zu wollen und alles andere lassen wir den Staat ar- rangieren. Nur das persönliche Konzept stimmt nicht mehr, weil nicht Viele ans Alter denken wollen, sondern nur der schnelle Konsum zählt noch. Tausende leben in einem ständigen Wettbewerb, wie stehe ich vor den anderen da, was kann ich mir er- lauben als die anderen um mich herum. Die Bombe platzt bald!
jetzt antwortenKommentar meldenDie Altervorsorge ist doch unsicher für die kommende Generation .Wir haben manchmal gebangt , ob man es bekommt . Nicht einer weiß es ,ob er es bekommt ,es ändert sich doch laufend was .
jetzt antwortenKommentar meldenEin Sparbuch...? Dann können Sie es doch gleich unter Ihr Kopfkissen legen. Da mag es wenigstens noch sicher sein...
jetzt antwortenKommentar meldenDie heute 55-65 jährigen haben sich auf die staatliche Altersversorung verlassen - und stellen mit jeder Renteninformation und sinkenden Beträgen fest, dass sie damit im wahrsten Sinne des Wortes "verlassen" waren - die angesparten Beitäge werden schon für eine stetig wachsende Zahl bei der Rentenversicherung Bund Beschäftigter und für unsere Beamten verbraucht, die keine Beiträge entrichten mußten. Bei der privaten Rentensversicherung wird das nicht besser enden, das weiss man heute auch schon. Zu groß sind die Risiken des unbefugten Zugriffs durch unserer amtlich bestellten Plünderwichser.
jetzt antwortenKommentar meldenDer junge Mansch wird heute verarcht bis zum geht nicht mehr. Lehre beendet. Dann darf er sich einen Srbetsplatz mit befristetem Arbeitsvertrag duchen. Sndlich gafunden, darf er nun in eine andere Stadt ziehen, was auch Geld kostet. Nachden der befristete Arbeitsvertrag ausgelaufen ist, darf er sich wieder einen neuen Arbeitsplatz suchen und aventuell umziehen. Kostet auch wieder. So hält man sie arbeitenden in Armut. Wovon also die privaten Versicherungen bezahlen. Der Hartz hatte es im Bordell besser. Ich nenne das Nummernschiebepolitik. Rentenpolitik zu Gunsten der Versicherungskonzernem
jetzt antwortenKommentar meldenIch nehme an das es nicht darum geht, das man wieder irgendjemand vorrechnen muss, das ein junger Mensch, welcher keine Perspektive bekommt, wo von er seinen Lebensunterhalt ohne Staatsunterstützung bestreiten kann, auch noch etwas für das Alter auf die hohe Kante packen kann und zwar unabhängig aus welcher Schicht er auch kommt. Und alles andere ist nur Stimmungsmache um die sozialen Schichten gegeneinander aufzuhetzen ohne das man das Problem an der Wurzel packt und gerade den Jungen Leuten endlich eine reelle Chance bietet und nicht nur von blabla faselt.
jetzt antwortenKommentar meldenIch denke, die jungen Leute haben heute keine richtige Perspektive mehr. Ist einmal was abgeschlossen, so hat man den Vertrag hängen. Heute wird kaum noch ein Lehrling übernommen, wenn überhaupt wer noch eine Lehrstelle bekommt. Und den Eltern ist ja wohl nicht zuzumuten, auch noch die Altersvorsorge der Kinder zu finanzieren. Wir haben 3 Kinder großgezogen und wissen, was das bedeutet. Irgendwann wollen auch mal Eltern ihr Leben wieder leben. Wichtig ist in erster Linie erst, dass die Jugendlichen eine Lehrstelle bekommen. Alles andere findet sich.
jetzt antwortenKommentar meldenSehr geehrter Herr Lesterer, wem wollen Sie erzählen, daß Sie mit Ihrer Lästerei kein Geld ´verdienen´? Weder riestern noch rühruppen ... Einfaches Festgeld (Sparbuch) für mehrere Jahre monatlich anlegen, und zwar bei Banken, die nicht mitzockten. Die gibt es noch ...
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