Chef-Aufseher will mehr Pünktlichkeit
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Bei der Bahn stehen harte Zeiten bevor - vor allem für jene, die mit einem Börsengang des Unternehmens geliebäugelt haben. Der künftige Vorsitzende des Aufsichtsrates ist erst einmal gegen die Privatisierung.
Die Deutsche Bahn muss nach Aussage des künftigen Aufsichtsrats-Vorsitzenden Utz-Hellmuth Felcht nach zahlreichen technischen Pannen vor allem Vertrauen zurückgewinnen. Zunächst müsse die «Kernkompetenz» mit Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Kundenfreundlichkeit wiederhergestellt werden, sagte Felcht am Mittwoch bei seiner Vorstellung in Berlin. Erst dann könne man über Teilprivatisierung und Börsengang des Unternehmens diskutieren.
Felcht sagte, er habe mit Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) und Bahnchef Rüdiger Grube darüber gesprochen und sei sich mit ihnen über die nötige «Rückgewinnung der Kernkompetenz» einig.
Zuvor hatte das Kabinett der geplanten Ernennung Felchts am 24. März im Aufsichtsrat zugestimmt. Ramsauer sprach von «absoluter Zuverlässigkeit und Gradlinigkeit» des früheren Chemiemanagers von Hoechst und später der Degussa. Neben kaufmännischer Kompetenz komme es für den Aufsichtsratsvorsitz der Bahn auf «höchstmögliche gesellschaftliche Akzeptanz» an.
Zugleich kündigte Ramsauer «bestmöglichen Wettbewerb» auf der Schiene an. «Ich will, dass der Vorstand der Bahn und der Bund wesentlich besser zusammenarbeiten als das bisher der Fall war», kündigte er an. Ramsauer dankte dabei dem am 24. März scheidenden Aufsichtsrat, namentlich dem bisherigen Aufsichtsratschef Werner Müller. Ramsauer selbst will an der Hauptversammlung teilnehmen. «Ich werde mich besonders um die Bahn kümmern», kündigte er an.
seh/reu/news.de/dpa
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