Mo., 13.02.12

Bruttolöhne Weniger Geld in allen Schichten

Artikel vom 03.03.2010

Erstmals seit der Gründung der Bundesrepublik sind die Bruttoverdienste der Deutschen im vergangenen Jahr gesunken. Auch Daimler-Chef Dieter Zetsche muss wegen des Gewinneinbruchs bei dem Autobauer den Gürtel enger schnallen.

Angesichts der anhaltenden Talfahrt des Premiumherstellers schrumpfte das Jahreseinkommen des Daimler-Managers zum zweiten Mal in Folge deutlich. Rund 4,3 Millionen Euro erhielt der Konzernlenker, wie aus dem Geschäftsbericht für das Jahr 2009 hervorgeht. 2008 lag Zetsches Jahresverdienst noch bei fast 5 Millionen Euro, ein Jahr zuvor sogar bei 10,2 Millionen Euro.

Zurück zum Normalmenschen: Der durchschnittliche Jahresverdienst nahm 2009 um rund 0,4 Prozent auf etwa 27.648 Euro ab, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Verantwortlich für den Rückgang der Pro-Kopf-Verdienste seien hauptsächlich der Ausbau der Kurzarbeit und der Abbau von Überstunden.

Außerdem wirkte sich den Statistikern zufolge die neue Buchung der Beiträge zur privaten Krankenversicherung als Sozialbeitrag ebenfalls verringernd aus. Seit dem 1. Januar 2009 besteht für alle eine Krankenversicherungspflicht. Die Arbeitgeberzuschüsse zur privaten Krankenversicherung, die bisher den Bruttolöhnen zugerechnet wurden, werden nun als Arbeitgebersozialbeitrag klassifiziert. Ohne diese neue Einteilung wären die durchschnittlichen Bruttoverdienste nur um 0,2 Prozent gesunken, hieß es weiter.

mat/ivb/news.de/ddp
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Bruttolöhne: Weniger Geld in allen Schichten » Wirtschaft » Nachrichten

URL : http://www.news.de/wirtschaft/855046823/weniger-geld-in-allen-schichten/1/
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Leserkommentare (7)
  • Kommentar: 7
  • 04.03.2010 09:58
von
hagal
Antwort auf Kommentar 6

Gut, von den Unbillen der maroden Zeiten Vielgeplagter, angesichts dieses schweren Lebens will ich auch alter Sack nicht so sein und sogleich alles zurücknehmen und das Gegenteil behaupten zumal ich meine Ableger schon durch habe :-) Etwas softer sind die Zeiten aber allemal wenn ich bedenke, daß mein Vater nach 45 Ziegelsteine geputzt hat um studieren zu können und ich auch auf'm Bau war, da man gutes Geld erhielt, und heutzutage will keiner mehr in den Dreck raus obwohl es doch den Horizont sehr erweitert wenn man nicht nur Schule, studieren, Weg durch die Institutionen macht.

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  • Kommentar: 6
  • 04.03.2010 03:29
von
Felix Kroll
Antwort auf Kommentar 5

O.K. Hagal, ich bin ja schon ein alter Sack. Aber eine Tochter ist im Medizin-Studium und die andere geht noch weitere 4 Jahre zur Schule. Die studierende Tochter Evelyn arbeitet von morgens 08:00 bis 12:00 Uhr. Dann faehrt sie zur Uni und kommt um Mitternacht zurueck. Ihr Einkommen reicht gerade fuer das Studium. Die Hin- und Rueckreise bezahle ich. Das kostet pro Monat genau soviel wie die monatliche Studiengebuehr. Aber wir koennen nicht klagen. Hauptsache gesund.

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  • Kommentar: 5
  • 03.03.2010 21:42
von
hagal
Antwort auf Kommentar 4

Ich hoffe die HartzIV-Bezieher und so Leute wie Peter27 sind nicht die neuen Indianer, denn wie es denen ergangen ist weiß man ja! Man könnte daraus aber auch schließen, daß die so helle nicht waren wie sie zartbesaitete Idealisten heutzutage so sehen. Auch versteh ich nicht warum ein Student allein wegenb des längeren Sitzens im Bänkle schon mehr verdienen muß, zumal wenn dieser Soziologie, Politikwissenschaft oder ähnl. notwendige Studienrichtung gewählt hatte und zur Eigenversorgung unfähig, den Eltern im Sack hing. Andere finden sich im Leben anders zurecht, aber bitte, jedem das Seine!

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  • Kommentar: 4
  • 03.03.2010 20:00
von
Felix Kroll

Es ist logisch, dass der Eine mehr verdient als der Andere. Waehrend der heutige Wenigverdiener schon auf den Putz hauen konnte, sass der heutige Besserverdiener noch viele Jahre auf der Schulbank und musste seinen Vater um ein Trinkgeld anbetteln. Ich bin auch fuer Gerechtigkeit und finde, dass die Unterschiede nicht zu gross sein duerften. Als die Europaer in N-Amerika eintrafen, waren die Indianer erstaunt, dass es bei den Weissen "Reiche und Arme" gab. Die Weissen koennen alles herstellen, aber sie wissen nicht richtig zu verteilen, sagten sie.

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  • Kommentar: 3
  • 03.03.2010 13:00
von
Fritzle
Antwort auf Kommentar 1

Das Ganze erinnert dann schin etwas an den berühmten Baron von Münchhausen, auch der konnte sich ja bekannterweise an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen. Wenn aber 41 % Erwerbstätige zwischenzeitlich 37 % Bezieher von Transfereinkommen gegenüberstehen, dann sollte man schon erkennen, dass da etwas faul ist. Und zur Wahrheit gehört eben auch, dass Dank Wirtschaftskrise alles zurückgegangen ist im vergangenen Jahr, nur eben der Sozialhaushalt nicht. Der ist weiter gestiegen und frisst mit ca. 150 Mrd. € pro Jahr nahezu alles auf, was die Lohn- und Einkommensteuer dem Staat einbringt.

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  • Kommentar: 2
  • 03.03.2010 12:57
von
Odin

Den Gürtel enger schnallen, Herr Zetsche seiner hat 20 Meter Durchmesser, meiner ist Wespentaille. Ich tausche gerne!

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  • Kommentar: 1
  • 03.03.2010 12:32
von
Peter27

Wunderbar, es wird Zeit, den Mindestlohn für alle Branchen einzuführen und zwar als Minimum € 12.--. Somit fliessen über die Steuern und die MwSt. Milliarden in die Bundeskasse. Es kann so einfach sein...

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