Wirtschaft gibt sich gelassen
Wollen Sie wissen, wie es bei dem Thema weitergeht?Wir informieren Sie gerne kostenlos.
Während die Politik die Belastungen für den Euro wegen der Griechenland-Krise fürchtet, gibt sich die Wirtschaft gelassen. Der aktuelle Euro-Kurs sei völlig im grünen Bereich, heißt es.
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sieht die Schwäche des Euro aufgrund des drohenden Staatsbankrotts in Griechenland gelassen. «Ein Euro in einer Größenordnung von 1,30, vielleicht 1,25 oder hoch bis 1,50 ist das, was normal ist», sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martins Wansleben am Mittwoch im ARD-Morgenmagazin. Der Euro sei weit davon entfernt, ins Bodenlose zu fallen. Derzeit notiert der Euro bei 1,36 Dollar (zum Kurs). Dennoch sei ein schwacher Euro ein Misstrauensvotum, warnte er. «Wir sollten uns nicht freuen, wenn der Euro beliebig sinkt», sagte er weiter.
Lediglich 20 Prozent der deutschen Exporte gingen aber außerhalb des Euroraumes. «Es ist nicht so, dass es um Sein oder Nichtsein geht», sagte er. Derzeit zögen die Exportaufträge an, da sei es für den Augenblick ganz gut, wenn der Euro nicht ganz so stark sei. «Der beste Euro ist jedoch nicht der billigste Euro. Wir brauchen einen richtig bewerteten Euro», sagte Wansleben. Sorgen bereiten müsse die Ursache für den schwachen Euro, nämlich die Finanzprobleme Griechenlands. Es sei nicht einfach in einer Demokratie, die harten Sanierungen durchzuführen. Zudem hätten Spanien, Italien und Portugal ähnliche Probleme.
seh/tfa/news.de/ddp
Zum Thema
Thema verfolgen »
Artikel kommentieren
Die Sparpläne der Regierung sorgen schon jetzt für Unmut. In wenigen Stunden kommen die mehr ...
Staaten stehen vor der Pleite, Währungen verlieren an Wert. Auch damit lässt sich Geld mehr ...
Er will den Spekulationen auf eine griechische Pleite vorbeugen. Euro-Gruppen-Chef Juncker poltert mehr ...