Mit drei Stufen zur Leichtigkeit
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Von news.de-Redakteur Christian Mathea
Artikel vom 28.02.2010
Mehr als die Hälfte der weltweiten Steuerliteratur wird angeblich in Deutschland veröffentlicht. Ob das eine Anekdote ist oder nicht, kompliziert genug ist unser Steuersystem allemal. Aber es gibt Alternativen.
Das jetzige System für die Berechnung der Einkommenssteuer basiert auf einer komplizierten Tabelle. Für hunderte Beträge wird je nach Steuerklasse eine bestimmte Steuerschuld errechnet, wobei die Steuersätze besonders bei höheren Einkommen progressiv ansteigen.
Das Steuersystem wird neben dieser komplizierten Berechnungsmethode vor allem deshalb kritisiert, weil es viele Ausnahmeregelungen zulässt. Diese ermöglichen es den Bürgern, alles mögliche von ihrer Steuerschuld abzuziehen.
Die meisten Kritiker wollen statt der progressiven Steuersätze drei klare Steuerstufen einführen und die meisten Ausnahmeregelungen streichen.
Das Konzept der FDP
Das Steuermodell der FDP basiert größtenteils auf dem Konzept des FDP-Finanzexperten Herrman Otto Solms. Er hatte erstmals im Jahr 1996 seine Ideen für ein vereinfachtes Steuerkonzept vorgelegt.
Der Finanzexperte schlägt vor, Jahreseinkommen bis zu 7500 Euro gänzlich steuerfrei zu lassen. Dieser Grundfreibetrag gilt übrigens für jeden Bürger. Demnach wird bei Eltern der Grundfreibetrag der Kinder mit auf das Einkommen angerechnet.
Über diesen Freibetrag bis zu maximal 15.000 Euro folgt ein Einkommenssteuersatz von 15 Prozent. Für Einkommen zwischen 15.000 und 40.000 Euro gilt ein Steuersatz von 25 Prozent. Und alles, was darüberreicht, wird mit 35 Prozent versteuert.
Solms schlägt außerdem vor, die Gewerbesteuer zu streichen. Wie sich besonders in Krisenzeiten zeigt, sind diese Einnahmen alles andere als sicher. Als Ersatz will er den Kommunen einen höheren Anteil an der Umsatzsteuer zukommen lassen sowie Teile der Lohn-, Einkommens- und Körperschaftssteuer.
Das Steuermodell von Paul Kirchhof
Vor der Bundestagswahl im Jahr 2005 wurde der ehemalige Verfassungsrechtler Dr. Paul Kirchhof in das Kompetenzteam der Union berufen. Auch er legte ein einfaches Steuermodell vor.
Er strebt einen einheitlichen Steuersatz von 25 Prozent in der Spitze auf alle Einkünfte an. Gleichzeitig sollen alle Subventionen und Ausnahmen des Steuerrechts abgeschafft werden.
Für die unteren Einkommen plante Kirchhof eine stärkere Entlastung und wollte für die Anrechnung der 25 Prozent Stufen einführen. Diese ergeben sich daraus, dass die ersten 5000 Euro oberhalb des steuerfreien Existenzminimums von 8000 Euro nur zu 60 Prozent, die nächsten 5000 Euro zu 80 Prozent besteuer werden.
Kirchhof wollte die sieben EinkommensartenEinkünfte aus Land- und Forstwirtschaft; Einkünfte aus Gewerbebetrieb; Einkünfte aus selbständiger Arbeit (Ärzte, Rechtsanwälte); Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit (Löhne); Einkünfte aus Kapitalvermögen( Zins, Dividende); Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung (Grundstücke, Gebäude) sowie sonstige Einkünfte (Leibrenten, Unterhaltszahlungen, Spekulationsgewinne). auf eine einzige beschränken. Das bedeutet beispielsweise eine volle Gleichbehandlung für Einkünfte von Arbeitnehmern und Selbstständigen. Außerdem wollte der Experte die 36 Steuerarten auf nur noch vier beschränken. Beim Kirchhof-Konzept gebe es nur noch eine Einkommens-, Erbschafts-, Umsatz- und Verbrauchersteuern sowie wie eine Tabak- und Mineralölsteuer.
Friedrich Merz und die Bierdeckelsteuer
Der ehemalige CDU-Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz entwickelte im Jahr 2003 sein eigenes Modell. Demnach hat jeder Bürger wie auch bei Kirchhof einen Grundfreibetrag von 8000 Euro. Das gilt für alle Familienmitglieder. Erwerbstätige können außerdem weitere 1000 Euro als Freibetrag geltend machen.
Für Einkommen über 8000 Euro zahlen die Bürger bei Merz einen Eingangssteuersatz von zwölf Prozent, 24 Prozent Besteuerung gelten für die nächsten 24.000 Euro und 36 Prozent Steuer auf jeden Euro über der 32.000-Euro-Marke.
Garantiertes Grundeinkommen
Überhaupt keine Steuer müssten die Deutschen bezahlen, wenn sich das Konzept des DM-Gründers Götz Werner durchsetzt. Gleichzeitig schwebt dem Unternehmer ein bedingungsloses Grundeinkommen von 800 Euro für jeden vor - falls genug in die Staatskasse fließt auch mehr.
Finanziert werden sollen die Geld- und Steuergeschenke durch eine Erhöhung der Umsatzsteuer auf 50 Prozent. Nach der Rechnung von Götz Werner würde der radikale Wechsel in der Steuer- und Sozialpolitik vor allem deshalb möglich sein, da sämtliche Verwaltungskosten für Hartz IV und für die Berechnung der Einkkommenssteuer wegfallen würden.
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Ein Grundeinkommen von 1400.-€ war momentan der Betrag, der ein ordentliches Leben Garantieren könnte, Gesundheit wird dadurch möglich gemacht werden - wer möchte, darf selbstverständlich Tätigkeiten ausüben, die Freude bringen - das erhält wiederum die Gesundheit. Jeder tut sowieso immer irgend etwas. Wer mehr leisten möchte, soll nun auch ORDENTLICH BELOHNT werden!!! - so werden freiwillige Abgaben oder schlichtes Teilen möglich - was wiederum LEBEN für alle ermöglicht.
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