Piloten machen Streikpause
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Nach nur gut 19 Stunden Ausstand hieß es «Kommando zurück». Die Lufthansa hat sich vor einem Frankfurter Arbeitsgericht mit der Pilotengewerkschaft auf ein vorläufiges Ende des Streiks geeinigt. Am Dienstag sollen fast alle Flüge normal abgehen.
Der Piloten-Streik bei der Lufthansa ist vorerst ausgesetzt. Das Unternehmen und die Vereinigung Cockpit (VC) einigten sich am Montagabend in Frankfurt am Main vor dem Arbeitsgericht, sofort und ohne Vorbedingungen wieder Verhandlungen über Entgelte im deutschen Tarifgebiet aufzunehmen.
Damit verpflichtet sich die VC, soweit möglich ab Mitternacht den Arbeitskampf auszusetzen. Bis zum 8. März darf VC nach dieser Vereinbarung nicht mehr zu Streiks aufrufen. Diese Regelungen gelten auch für Germanwings und Lufthansa Cargo. Beide Seiten rechneten mit Anlaufschwierigkeiten beim Flugverkehr am Dienstag. Aller Voraussicht nach werden auch dann noch Sonderflugpläne für Lufthansa- und Germanwings-Flüge gelten.
Die Gewerkschaft hatte bei der von der Lufthansa angestrengten Gerichtsverhandlung eine Forderung in Bezug auf die Lufthansa Italia fallen gelassen. Die Lufthansa hätte nach Vorstellungen von Cockpit Millionen zahlen müssen, sobald ein Jet ihrer Tochtergesellschaft von einem Piloten außerhalb des Konzerntarifvertrags geflogen wird.
Zu dem Ausstand waren rund 4000 Piloten aufgerufen. Der Streik begann am Montag um Mitternacht und war für insgesamt vier Tage geplant; es wäre der größte Streik der deutschen Luftfahrtgeschichte gewesen.
Streik der Flugbegleiter abgewendet
Die Lufthansa hat zudem einen Arbeitskampf einer weiteren Berufsgruppe abgewendet. Der Konzern will im kommenden Monat Tarifverhandlungen für die rund 16.000 Flugbegleiter bei der größten deutschen Fluggesellschaft aufnehmen, wie ein Sprecher der Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) sagte.
Bei den Verhandlungen soll es um einen neuen Manteltarifvertrag und einen neuen Vergütungstarifvertrag für das Kabinenpersonal gehen, die beide am Sonntag auslaufen. Dabei gehe es um eine bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen. Eine konkrete lineare Entgeltforderung gebe es allerdings nicht. Nachdem sich die Lufthansa nach UFO-Angaben zunächst geweigert hatte, Gesprächstermine zu vereinbaren, hatte UFO mit Warnstreiks gedroht.
cvd/news.de/dpa/ddp/ap
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