Wer ist die Schufa?
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Von news.de-Redakteur Sebastian Haak
Artikel vom 15.01.2010
Um die Schufa ranken sich beinahe so viele Gerüchte wie um die Gebühreneinzugszentrale. Manches ist aber kein Gerücht. News.de erklärt, was die Schufa ist - und was nicht.
Entgegen anders lautender Gerüchte ist die Schufa keine öffentliche Einrichtung; sie ist ein privatrechtlich organisiertes Unternehmen. Seit der Gründung der Auskunftei im Jahr 1927 informiert sie ihre angeschlossenen Unternehmen über die Kreditwürdigkeit der Deutschen. Schufa ist eine Abkürzung und steht für Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung.
Die Idee hinter dieser Datensammlerei ist einfach: Unternehmen gehen bei Verbrauchern häufig mit Waren oder Dienstleistungen in Vorleistung. So telefonieren die meisten Deutschen heute mit dem Handy und bekommen die Rechnung erst am Ende des Monats. Oder sie bestellen Waren im Internet und bezahlen diese erst nach Lieferung. Oder sie holen sich bei der Bank einen Kredit, den sie dann Stück für Stück, Rate für Rate zurückzahlen. Um sich abzusichern, dass Verbraucher solche Waren und Dienstleistungen auch bezahlen, erkundigen sich Banken, Telekommunikationsdienstleister, Leasingpartner und noch viele mehr häufig vor Abschluss eines Vertrages über die Kreditwürdigkeit der potenziellen Kunden. Diese, so die Logik, lasse sich aus der Kreditgeschichte der Menschen ablesen, die die Schufa dokumentiert.
Daten über jeden von uns
Dazu speichert das Unternehmen mit Sitz in Wiesbaden eine Vielzahl von Angaben: Zum Beispiel Daten über Finanzenbeziehungen wie beispielsweise Girokonto-Eröffnungen, Kreditkarten-, Handy- und Leasing-Verträge; Daten über laufende oder abbezahlte Kredite. Erfasst werden aber auch Daten über eine vermeintlich schlechte Zahlungsmoral, also geplatzte Schecks, Mahnverfahren und Vollstreckungsbescheide sowie Informationen über private Konkurse. Diese Angaben werden (theoretisch) regelmäßig aktualisiert und nach bestimmten Fristen gelöscht. Kontoumsätze werden bei der Schufa aber nicht erfasst.
Einige dieser Daten sind praktisch über jeden Deutschen bei der Schufa gespeichert. Denn das Recht, kreditrelevante Daten an die Schutzgemeinschaft zu übermitteln, ist Bestandteil praktisch jedes irgendwie kreditrelevanten Vertrages in Deutschland.
Wer so viele so wichtige Daten sammelt, gerät auch regelmäßig in die Kritik. So entzündet sich immer wieder Streit zwischen Verbrauchern und der Schufa, weil veraltete oder ganz und gar falsche Daten über Bürger gespeichert werden - zum Ärger derer, die durch solche fehlerhafte Daten zum Beispiel einen Kredit nicht oder nur zu teureren Konditionen bekommen. Solchen Einwänden hält die Schufa entgegen, dass etwa 93 Prozent der Verbraucher in Deutschland eine positive «Kreditbiographie» hätten. «Die Schufa dokumentiert die Kreditwürdigkeit dieser Bürger», lautete die Schufa-eigene Sprachregelung.
Kreditdaten sammeln bringt viel Geld
Dass sich mit dem Datensammeln ordentlich Geld verdienen lässt, zeigt ein Blick auf ein paar Kennzahlen des Unternehmen. Nach eigenen Angaben beschäftigt die Schufa mehr als 800 Mitarbeiter. Diese bearbeiten jährlich mehr als 90 Millionen Auskünfte an Unternehmen und 1,3 Millionen Anfragen von Bürgern zu den über sie gespeicherten Daten. Damit schaffte die Schufa 2008 einen Jahresumsatz von 94,7 Millionen Euro.
Die Schufa ist zwar das bedeutendste, aber längst nicht das einzige Unternehmen in Deutschland, das auf diese Art arbeitet. Andere große Auskunfteien sind Creditreform oder Bürgel.
mat/news.de
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jetzt antwortenKommentar meldenwenn es eine schufa für BANKEN gegeben hätte dann hätten wir keine Wirtschaftskrise gehabt.Denn das Hatz4 ist schon schlimm genug.
jetzt antwortenKommentar meldenWann bitte gibt es endlich eine "Schufa" zur Protokollierung der Machenschaften von Banken und Sparkassen!
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